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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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deinem und meinem Bewegenden, deiner und meiner Form; im allge-meinen, dem Begriff nach, ist es freilich dasselbe. Fragt man alsonach den Principicn und Elementen der Substanz, des Relativen, desQualitativen, ob sie überall identisch seien oder verschieden, so ist klar,daß sie identisch sind, wenn man es ganz allgemein versteht, nichtidentisch, wenn man das Einzelne ins Auge faßt, und nur in gewisserWeise auch identisch für Alles. Identisch sind sie in gewissem Sinn,unter dem Gesichtspunkt der Analogie, sofern Materie, Form, Berau-bung und das Bewegende überall sind, nnd in gewissem Sinn sinddie Ursachen der Substanzen Ursachen von Allem, weil mit ihrer Aus-hebung Alles aufgehoben wird. Dazu kommt das erste Reale "). Inanderem Sinn aber sind die Ursachen auch wieder verschieden nach derZahl der Gegensätze, welche man weder als Gattung versteht^), nochim allgemeinen; und dazu liegt auch in der Materie eine Verschie-denheit.

Damit ist denn gesagt, welches die Principien des Sinnlichensind und wie viele derselben sind und in welchem Sinn sie identisch undwiederum verschieden sind.

Sechstes Kapitel.

Nothwendigkeit einer ewigen unveränderlichen Substanz, welche reineAktualität ist uud als solche Princip aller Bewegung.

Wir haben drei Substanzen angenommen, zwei physische undeine unbewegte; von dieser letzteren müssen wir nun sprechen und zei-gen, daß es eine ewige, unbewegte Substanz mit Nothwendigkeit gebenmuß. Die Substanzen sind nemlich das erste vom Seienden und wennsie alle vergänglich wären, so wäre Alles vergänglich. Nun ist esaber unmöglich, daß die Bewegung werde oder vergehe; denn sie warimmer; ebenso ist cs hinsichtlich der Zeit: denn es ist nicht möglich

V Auch als i» Allem Identisches.

2) D. h. fiir jedes concretc Ding sind diese Gegensätze wieder andere, wieGegensätze der Farbe, der Gestalt u. s. w. Dadurch also kommt Verschiedenheitin die Dinge.

lh «. XII. I.