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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
Seite
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ähnlich dem veränderlichen Körper oder der Seele? was ist dasjenige,welches Bewegung oder Werden wird? Und ferner, was ist das, zuwelchem hin Bewegung und Werden sich bewegen? Denn die Be-wegung eines Diesen aus einem Diesen zu einem Diesen kann nichtBewegung sein. Wie nun? es wird ja auch kein Lernen des Lernensgeben, also auch kein Werden des Werdens. Da nun die Bewegungweder der Substanz zukommt, noch dem Relativen, noch dem Wirken,noch dem Leiden, so bleibt nur übrig, daß sie sich bezieht aus dieQuantität, Qualität und auf den Ort; denn diese haben einen Gegen-satz. Unter dem Qualitativen aber verstehe ich nicht den Inhalt derSubstanz, (denn auch der Unterschied ist ein qualitativer) sondern dasfür ein Leiden Empfängliche, wie man sagt, daß etwas leide oder nichtfähig sei zu leiden. Das Unbewegliche aber ist das, was überhauptsich nicht bewegen kann oder was kaum in langer Zeit sich bewegt oderwas langsam sich zu bewegen ansängt, oder was zwar von Natur sichbewegen kann, aber doch sich nicht zu bewegen im Stand ist, wann,wo und wie seine Natur es gestattet. Diese letztere Art von Unbewegt-sein nenne ich allein Stillstand; denn Stillstand ist der Bewegung ent-gegengesetzt, ist also Beraubung des der Bewegung Fähigen.

(Der Rest des Kapitels, welcher noch folgt, bildet einen Auszugaus der Physik, enthält aber größtentheils fragmentarisch an einandergereihte Bemerkungen, wobei sowohl der Zusammenhang als der Sinnder einzelnen Worte und Sätze häufig dunkel und unklar ist. Eineeingehendere Erklärung würde aber hier zu weit führenZ

Bei einander in Beziehung ans den Ort ist das, was an EinemOrt im eigentlichen Sinn des Worts ist; getrennt ist das, was aneinem andern Ort ist. Berührung sagt man von dem, dessen Ober-flächen bei einander sind. Das Mittlere ist dasjenige, bei welchem dassich Beräudernde anlangt, ehe es zu dem Aeußersten gelaugt, iu wel-ches es sich verändert, sofern es naturgemäß fortlaufend sich verändert.Entgegengesetzt in örtlicher Beziehung ist das, was in gerader Linieam weitesten entfernt ist. Eine Reihe bildet dasjenige, bei welchemnach dem Anfang mag es nun von diesem durch Lage, Art odersonstwie getrennt sein nichts in der Mitte ist von dem zu derselbenGattung Gehörigen und wo eine Reihenfolge stattfindet, wie wennLinie an Linie sich reiht oder Monate an Monate oder Haus an Haus.