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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
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Eigenschaften und der Ort, zu welchen hin das Bewegte sich bewegt,sind unbeweglich, wie z. B. das Wissen und die Wärme; Bewegungist nemlich nicht die Wärme, sondern das Erwärmen. Die nicht acci-dcntelle Verändeiung aber findet sich nicht in Allein, sondern nur imEnlgegengeßtzlen, im Mittleren und beim Widerspruch. Tieß läßtsich durch Induktion überzeugend Nachweisen. Was nun sich rer-ändert, verändert sich entweder aus einem Substrat in ein Substrat,oder ans einem Nicht-Substrat in ein Nicht-Substrat, oder aus einemSubstrat in ein Nicht-Substrat, oder aus einem Nicht-Substrat in einSubstrat. Un'er Substrat verstehe ich das, was in affirmativer Weiseausgedrückl ist. Es muß also dreierlei Veränderungen geben; dennaus einem Nicht-Substrat in ein Nicht-Substrat gibt cS keine eigentlicheVeränderung, weil kein Gegensatz statlfindet; man hat dabei wederEntgengesctztes noch Widersprechendes. Was ferner die Verände-rung aus einem Nicht-Substrat in ein Substrat betrifft, das sich wider-sprechend verhält, so ist dieß ein Werden entweder ein schlecht-hinigcs oder ein partielles und die Veränderung aus einem Sub-strat in ein Nicht-Substrat ist Vergehen, schlechthinig oder partiell.Nun wird das Nichtseiende in verschiedenen Bedeutungen gebraucht;es kann aber weder dasjenige sich bewegen, was vermöge der Ge-dankenverknüpfung oder Trennung ein Nichtseiendes ist '), nochdas Potenzielle, was dem schlechthin Seienden entgegengesetzt ist;(was nicht weiß und nicht gut ist, kann sich immerhin bewegen, aber inaccidenteller Weise, das Nicht-weiße z. B. kann ein Mensch sein;) end-lich kann auch dasjenige sich nicht bewegen, was schlechthin nichts be-stimmtes ist; folglich ist es unmöglich, daß das Nichtseiende sich be-wege; ist aber dieß unmöglich, so kann auch das Werden keine Be-wegung sein; denn das, was wird, ist das Nichlseiende. Denn wennetwas auch noch so sehr in accidenteller Weise wipZ< so kann man dochstets mit Recht sagen, daß das Nichtseiende durchaus ist an dem, waswird. Ebenso verhält es sich anck mit dem Stillstehen. Außer die-sen Schwierigkeiten ist auch noch die Frage zu bedenken, ob Alles, wassich bewegt, an einem Ort ist; das Nichtseiende ist ja nicht an einemOrt, sonst wäre es irgendwo. Aber auch da? Vergehen ist keine

9 Das Falsche, s. Vl, 4 iuii.

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