oder Leichtigkeit hat. Denn entweder wird er sich nach der Mitte odernach Oben bewegen, cs ist aber unmöglich, daß bei dem Unbegrenzten,im Ganzen oder zur Hälfte, das eine oder andere zutreffe; denn wiesollte mau trennen? oder wie sollte beim Unendlichen das eine oben,das andere unten sein, oder wie sollte mau Aeußerstes oder Mittleresunterscheiden? Ferner ist jeder sinnliche Körper an einem Ort, esgibt aber sechs Arten ") des Orts, und diese können unmöglich an denunendlichen Körpern sein. Ueberhaupt, wenn es nicht möglich ist, daßein Ort unbegrenzt sei, so ist es auch nicht möglich, daß ein Körperunbegrenzt sei; denn das an einem Ort Befindliche verlangt ein Wo,dieses aber bedeutet ein Oben oder Unten oder sonst eine Ortsbestim-mung, diese Bestimmungen haben aber alle eine Grenze. Das Unbe-grenzte aber ist nicht dasselbe in Größe, Bewegung und Zeit, wie EinWesen, sondern das Spätere wird ausgcsagt in Beziehung aus dasFrühere, z. B. die Bewegung in Beziehung aus die Größe, an welcherdie Bewegung oder Veränderung vor sich geht, die Zeit aber hat ihrenGrund in der Bewegung ^).
Elftes Kapitel.
Ueber die Bewegung.
Das, was sich verändert, verändert sich theils in accidentellerWeise, wie z. B. wenn der Gebildete geht, theils spricht man vonVeränderung schlechthin, wenn etwas an einem solchen, wie das Ge-bildete ist, sich verändert, z. B. wenn die Veränderung die Theile be-trifft; z. B. der Körper wird gesund, weil das Auge gesund wird.Es gibt aber etwas, was au und für sich zuerst sich bewegt und diesesist das an und für sich Bewegliche. Ebenso verhält es sich auch mitdem Bewegenden: es bewegt nemlich in accidenteller Weise oder thcil-weisc oder an und für sich; es gibt ferner ein erstes Bewegendes undes gibt ein Bewegtes, und zwar bewegt es sich in etwas, nemlich inder Zeit, und aus etwas und zu etwas hin. Die Formen aber, die
>2) Obe», unten, vorne», hinten, recht», links.
) Also ist Sröße früher als Bewegung, Bewegung früher als Zeit.