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Schwierigkeiten macht, zu erledigen. Wie dieß geschieht, ergibt sichans dem bisher Gesagten.
Hieraus ist also klar, daß es nicht möglich ist, daß über den-selben Gegenstand zu gleicher Zeit entgegengesetzte Aussagen wahrseien, ebenso wenig aber auch das Entgegengesetzte, weil bei jedemGegensatz stets der Begriff der Beraubung zu Grund liegt. Dießwird klar, wenn man die Begriffe des Entgegengesetzten auf ihr Prin-cip zurückführt. — Ebenso ist es nicht möglich, etwas Mittleres voneinem und demselben auszusagen. Denn wenn das zu Grund liegendeweiß ist, so ist die Behauptung sasch, daß es weder weiß noch schwarzsei; so käme man daraus hinaus, daß es weiß sei und nicht weiß sei;denn die eine von den beiden im Mittleren enthaltenen Aussagen mußin Beziehung auf das betreffende Glied des Gegensatzes wahr sein,die andere ist Verneinung des Weißen. Also haben weder die An-hänger Heraklits recht, noch die des Anaxagoras "). Sonst würdedas Ergebniß sein, daß man das Entgegengesetzte von einem und dem-selben Ding aussagen dürfte; denn wenn mau sagt, in jedem sei einTheil von jedem, so sagt man, das und das fei ebenso sehr bitter, alssüß, oder was sich sonst entgegengesetzt ist, wenn doch in jedem jedesenthalten sein soll und zwar nicht blos potenziell, sondern aktuell undals etwas Bestimmtes. — Ebenso ist es auch nicht möglich, daß alleBehauptungen falsch, ebenso wenig, als daß alle Behauptungen wahrsind. Aus diesem Satz würden sich eine Menge Schwierigkeiten er-geben, namentlich aber auch die: sind alle Behauptungen falsch, so istauch eben die Behauptung, daß alle falsch seien, selber falsch; sindaber alle Behauptungen wahr, so ist auch diejenige wahr, daß allefalsch feien.
Siebentes Kapitels.
Verhältniß der verschiedenen Wissenschaften zu einander.
Jede Wissenschaft sucht gewisse Principien und Ursachen je inBeziehung auf den Gegenstand, mit welchem sie es zu thun hat, wie
>) s. IV, 7
2) s. v>. >,