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derselben Weise unter sich einen Gegensatz bildet. Hinsichtlich solcherSätze gibt es sonst eigentlich keinen Beweis, in diesem Fall aber gibtes einen, dem gegenüber, welcher sagen wollte, es sei so etwas möglich.Denn es ist dies, das zuverlässigste Princip, auf das man überhaupteine Schlnßsolgerung bauen kann, und es kann auch gar nicht anderssein, wenn es überhaupt einen absolut zwingenden Beweis geben soll.Stellt aber Einer widersprechende Behauptungen auf und will manihm beweisen, daß er im Jrrthnm ist, so muß man sich an etwas hal-ten, was mit dem Satz, daß eins und dasselbe zu einer und derselbenZeit unmöglich sein und nicht sein könne, identisch ist, ohne damit iden-tisch zu scheinen; dieß ist der einzige Weg, wie man denjenigen zwin-gend widerlegen kann, welcher behauptet, es sei möglich, daß entgegen-gesetzte Behauptungen in Beziehung aus eine und dieselbe Sache wahrseien. Nemlich diejenigen, welche in einen Redeaustausch mit Anderntreten wollen, müssen nothwendig einander verstehen; denn wie wäresonst zwischen ihnen eine gegenseitige Rede-Gemeinschaft möglich? Esmuß also jedes einzelne Wort bekannt sein und anerkanntermaßenetwas bedeuten, und zwar nur Eines und nicht Vieles bedeuten; hatcs aber mehrere Bedeutungen, so muß man deutlich erklären, auswelche von diesen Bedeutungen das Wort sich bezieht. Wer also sagt,das und das sei und sei nicht, der verneint das, was er behauptet,er sagt also: das Wort ") bedeute das nicht, was es bedeute; dieß istaber unmöglich. Wenn also das Wort „sein" etwas Bestimmtes be-deutet, so ist es nicht möglich, daß das Gegentheil in Beziehung ansebendasselbe richtig sei. Ferner wenn das Wort etwas bedeutet unddiese Bedeutung wahr ist, so muß dieses Wahre auch nothwendig sein,was aber nothwendig ist, kann nicht möglicherweise auch einmal nichtsein, also ist es nicht möglich, daß die entgegengesetzten Behauptungenüber eins und dasselbe wahr seien. Ferner: wenn die Verneinungebenso wahr ist, als die Bejahung, so wird Einer, welcher sagt:„Nicht-Mensch", in demselben Grade die Wahrheit sagen, als wersagt: „Mensch". Man kann dann auch annehmen, daß der, welchersagt, der Mensch sei nicht Pferd, entweder in höherem oder doch innicht geringerem Grade die Wahrheit sage, als wer sagt, der Mensch
>) Nemlich das Woit „fein".