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Viertes Kapitel').
Verhältniß der Metaphysik, Physik und Mathematik.
Da auch der Mathematiker die allgemeinen Axiome anwendet,aber eben nur sür seine besonderen Zwecke, so wird die Betrachtungder betreffenden Principien ebenfalls der ersten Philosophie zukommen.Daß nemlich Gleiches übrig bleibt, wenn man von Gleichem Gleichesabzieht, ist ein Axiom, das in gleicher Weise für alles Quantitativegilt, die Mathematik aber sondert sich gleich einen bestimmten Theildes ihr specifisch zukommenden Gebiets aus und beschränkt hierausihre Betrachtung, wie z. B. Linie, Winkel, Zahl, oder sonst etwasdergleichen; sie betrachtet dieses Alles nicht als ein Seiendes, sondern! als ein Continuirliches in Einer, zwei oder drei Dimensionen; diePhilosophie dagegen untersucht nicht das Getheilte und die jedemü Theil zukommenden Eigenschasten, sondern sie hat es auch hier immermit der Betrachtung des Seienden als solchen zu thun. In demselbens Verhältniß, wie die Mathematik, steht zur Metaphysik auch die Physik;
i! diese nemlich betrachtet die Eigenschasten und die Principien des Seien-
!! den, sofern es in Bewegung ist, und nicht als Seiendes. Die zuerst
ä genannte Wissenschaft dagegen, die Metaphysik, untersucht das Seiende
E als solches, sofern ihr Gegenstand eben ein Seiendes ist, und nicht,
sofern es ein anderes ist. Deßhalb muß man sowohl die Physik als^ die Mathematik als Theile der Philosophie im allgemeinen bezeichnen.
^ Fünftes Kapitel').
t lieber den Satz des Widerspruchs.
i Es liegt uun aber im Seienden ein Princip, hinsichtlich dessen
i es nicht möglich ist, im Jrrthum zu sein, vielmehr durchaus nothwen-dig, stets die richtige Ansicht zu haben: ich meine den Satz, daß esnicht möglich ist, daß eins und dasselbe zu einer und derselben Zeitsei und nicht sei, und dasselbe gilt auch von dem Uebrigen, was in
>) Bgl. IV. 3.
2> S. IV. 4.
Aristoteles, MetaphM.
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