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behaupten und daun nach ihnen Plato, oder ob vielmehr irgend einWesen als Substrat des Eins zu denken ist; hierüber müssen wir unsdeutlicher erklären mehr in der Weise der Naturphilosophen; dennvon diesen behauptet der Eine, das Eins sei Freundschaft, der Andere,es sei die Lust, ein Dritter, es sei das Unbegrenzte"). Wenn es nunnicht möglich ist, daß etwas Allgemeines Substanz ist, wie das oben^)in den Untersuchungen über die Substanz und das Seiende ausgesührtworden ist, ist es nicht möglich, daß auch diese selbst, die Substanz, alsein Eins existire neben den vielen Einzelndingen (sie ist ja das allenGemeinsame); existirt sie vielmehr nur als Prädikat der Einzelndinge,so ist klar, daß es sich ebenso auch mit dem Einen verhält; denn dasSeiende und das Eins sind das Allgemeinste, was von allem als Prä-dikat ausgesagt wird. So wenig also die Gattungen bestimmte Wesensind, und Substanzen, die getrennt von den andern Dingen existiren,so wenig kann anch das Eins Gattung und Substanz sein aus densel-ben Gründen, webhalb es auch das Seiende nicht ist. Und so verhältes sich daun uothwendig bei allein. Es wird aber das Eins und dasSeiende in gleichviel Bedeutungen genommen; da nun im Quantita-tiven das Eins etwas bestimmtes, ein bestimmtes Ding ist, und ebensoauch im Qualitativen, so muß man offenbar fragen, was das Eins ist,so gut als man fragt, was das Seiende ist; denn es genügt nicht, zusagen: das eben, das Eins, sei sein Wesen. Nun ist im Gebiet derFarben das Eins eine bestimmte Farbe, z. B. das Weiße, wenn dochdie andern aus der weißen und der schwarzen Farbe entstehen, —das Schwarze aber ist Beraubung des Weißen, wie die FinsternißBeraubung des Lichts. Wäre also das Seiende Färbe, so wäre dasSeiende irgend eine Zahl, aber Zahl von was? offenbar von Farben,und das Eins wäre dann ein bestimmtes Eins, z. B. das Weißes,Ebenso, wenn das seiende Melodie wäre, so wäre es eine Zahl, indiesem Fall Zahl von Viertelstönen, aber nicht wäre die Zahl Sub-stanz dieser Töne, und das Eins wäre etwas Bestimmtes, dessen Snb-
Empcdoklcs — Anaximenes — Anaximander.
2) VII. 13.
3) Um die Zahl, d. h, das Maß, die Einheit der Farben zu bestimmen,kann man sich nicht mit der Einheit in adstrseto begnügen, sondern das Einsmuß eine bestimmte Farbe sein, wie das Weiße, aus welcher die andern abgeleitetwerden; so ist in der Musik das Eins ein bestimmter Ton, etwas Toncretes u. s- f-