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hältniß das gleiche wäre, wie bei den übrigen, allein die Forderungwäre hier eine andere, es wäre, wie wenn man forderte, die Zahlein-heiten müssen das Maß sür die Zahleinheiten sein, anstatt die Zahl-einheit; Zahl ist nemlich eine Summe von Zahleinheiten. Auch dasWissen und die sinnlichen Wahrnehmungen nennen wir das Maß derDinge eben deßhalb, weil wir durch sie etwas erkennen, während siedoch nicht sowohl messen, als gemessen werden "). Es ist nemlich hier,wie wenn wir, indem ein Anderer uns mißt, erkennen, wie groß wirsind, dadurch, daß wir die Elle so und so ost an unsere Person an-legen^). Wenn Protagoras^) sagt, der Mensch sei das Maß allerDinge, so ist dieß, wie wenn er sagte: der Wissende und der Wahr-nehmende, und diese insofern, als sie Wissen, rssx. Wahrnehmunghaben, was wir eben das Maß der objektiven Dinge genannt haben.Es ist also gar nichts hinter seiner besonders geistreich klingenden Be-hauptung §).
Aus dem Gesagten ergibt sich, daß das Eins ganz besonders— begrifflich bestimmt — ein Maß ist, und zwar in erster Linie fürdas Quantitative, sodann auch für das Qualitative. Dabei ist esuntheilbar theils hinsichtlich der Quantität, theils hinsichtlich der Qua-lität, und deßhalb ist das Eins untheilbar entweder schlechthin odersofern es als Eins gedacht wird ^).
Zweites Kapitel.
Das Eins als Substanz ist ein bestimmtes Einzelnwesen.
Es ist nun die in den Aporieen besprochene Frage näher zuuntersuchen, was das Eins ist seiner Substanz und seinem Wesennach und wie man dieses anfzufassen hat, ob man anzunehmcn hat,daß das Eins selbst eine bestimmte Substanz sei, wie die Pythagoreer
1) D. h. sie mllssen sich richten nach den Dingen, anstatt diese zu bestimmen.
2) Auch in diesem Fall wäre es unrichtig, zu meinen, wir haben dis Sr-le»nt»iß aus uns selbst: wir haben sie von dem, welcher uns mißt.
S. Zeller, griech. Phil. I. 899 s.
^1 Sokern ja in Wahrheit Wissen und Wahrnehmung nicht Maß der Dingesind, d. h. nicht die Dinge bestimme», sondern umgekehrt.
Wie z. B. der Fuß.
°) S. III. 4.