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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
Seite
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selbe, wie die Potenz zum Ruhigsein und zum sich Bewegen, zum -Bauen und Zerstören, zum Gebautwerden und zum Einfallen. Also ?ist die Potenz zum Entgegengesetzten zu gleicher Zeit vorhanden; das ssEntgegengesetzte selbst aber kann nicht zu gleicher Zeit vorhanden sein; tzdaher denn das Aktuelle, uemlich das Entgegengesetzte, nicht zugleich s-

existiren kann, wie z. B. das Gesuudsein und das Kranksein. Also s

must nothwendig das eine von beiden das gute sein. Die Potenz istebenso gut beides, als keines von beiden: also ist die Aktualität besser >).Umgekehrt muß beim Schlechten die Vollendung und die Aktualität !schlechter sein, als die Potcnzialitüt; denn das Potenzielle schließt zu-gleich beide Glieder des Gegensatzes in sich. Daraus ergibt sich, daßdas Schlechte nicht neben den Dingen ist: denn das Schlechte ist seinerNatur nach später, als die Potenz. Es ist also in dem Ursprünglichenund Ewigen kein Schlechtes, kein Fehler und kein Verderbtes; dennauch die Verdorbenheit gehört zum Schlechten ^). Man findet aberauch die mathematischen Lösungen durch Aktualität, nemlich durch Thei-lung^). Wären sie immer schon getheilt, so wäre die Sache klar; soaber muß mau das potenziell darin Liegende erst heransfinden. War-um sind die Winkel des Dreiecks zwei Rechten? weil die um Einen ;

Punkt liegenden Winkel zwei Rechten sind. Wäre nun die Linie .

an den Seiten hin schon gezogen, so brauchte man nur hinzusehen, !

um die Sache zu verstehen. Warum ist der Winkel im Halbkreisimmer ein rechter? Der Grund leuchtet dem mathematisch Gebildetenaus den erste» Blick ein, wenn man drei Linien hat, zwei, welche diein der Bülte halbirte Grundlinie ansmachen, und einen auf der Mitte !

der Grundlinie errichteten Perpendikel. Es ist also klar, das; das Po- i

tenzielle dadurch gefunden wird, daß man es zur Aktualität erhebt. !l

Der Grund ist der, daß hier die Aktualität Denken ist ^). Daher ist

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H Nemlich als die gute Potenzialitat. !

Der Syllogismus ist: das Schlechte, aktuell, ist später als die Potenz;aber cS ist keine an sich seiende Substanz, denn diese, die ewigen Substanzen,sind ohne Potenzialitat, also auch ohne Schlichtes, also ist das Schlechte nicht neben l

den Dingen, als sjir sich existirend, sondern in den Dingen. ;

5) D. h. durch Ziehe» von Linien. st

Soll wohl besagen: die mathematischen Figuren sind überhaupt hervor- ,N

gebracht durch das Denken, durch das Subjekt, auch ihr Potenzieller ist ein Pro- «