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zielte»; (potenziell ist z. B. Hermes in einem Holzstamm und die halbeLinie in der ganzen, sofern sie abgenommen werden könnte, potenziellist ein Wissender auch derjenige, welcher gerade nicht studirt, sofern ernemlich das Vermögen hat, zu studiren); das Aktuelle aber wird deut-lich werden an einzelnen Beispielen. (Wir wollen dies; nemlich durchInduktion erläutern; es ist ja nicht nöthig, überall nach einem Begriffzu suchen, es genügt vielmehr auch, die Analogie in's Auge zu fassen.)Nemlich wie das bauende Subjekt sich verhält zum bauen Könnenden,der Wachende zum Schlafenden, der Sehende zu dem zwar die Augengeschlossen Haltenden, aber doch mit Gesicht Begabten, das vom StoffAnsgesonderte zu dem Stoff, das Fertige zum Unfertigen, so verhältsich das Aktuelle zum Potenziellen. Mit dem einen Glied in dieserGegenüberstellung mag der Begriff des Aktuellen ausgedrückt sein,init dem andern der Begriff des Potenziellen. Indessen ist das Ak-tuelle nicht immer in derselben Weise, sondern oft blos in analoger:wie dieses in diesem oder im Verhältniß zu diesem, so jenes in jenemoder im Verhältniß zu jenem; bei dem einen ist es ein Verhältniß vonBewegung zu Potenz, bei dem andern von Substanz zu Materie.
Dagegen wenn man beim Unendlichen, beim Leeren und der-artigen Begriffen von Aktualität und Potenzialität spricht, so ist dichanders zu verstehen, als bei den meisten Dingen, wie z. B. beimSehenden, Gehenden, Gesehenen. Bei letzteren nemlich ist es möglich,daß es einmal schlechthin wirklich sei; denn „Gesehenes" heißt, wasgesehen wird und was gesehen werden kann, die Potenzialität desUnendlichen dagegen ist keine solche, daß sic wirklich einmal in Aktua-lität, in Begrenzung übergehen könnte, dieß kann nur in begrifflicherWeise geschehen. Denn das, daß die Theilnng nie anfhört, drückt ebenans, daß eine solche Aktualität immer nur potenziell ist, niemals aberals wirkliche Begrenzung besteht')-
>) Die Uebersstzung dieses Abschnitts bis zum Schluß des Kap. folgt demText bei Bonitz. — Es handelt sich um den Unterschied non Bewegung und Ak-tualität: erste« ist bei denjenigen Handlungen, welche einen Zweck außer sichhaben und daher nach Erreichung dieses Zweckes aufhören, Aktualität bet den-jenigen, welche ihren Zweck in sich selbst haben und daher, so lange sie sind, auchdiesen Zweck verfolgen. Hiefiir werden nun Beispiel« gegeben.