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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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Ideen aus Ideen sind (denn das, woraus sie sind, ist cinsacher), sowird dasjenige, woraus sie sind, noch von Vielem ausgesagt werdenmüssen, wie z. B- das Geschöpf und das Zweifüßige. Sonst wärenicht einzuseheu, wie sie erkannt werden sollten; es müßte so eine Ideegeben, welche durchaus nur von Einem ausgesagt werden könnte, alleindieß ist nicht ihre Ansicht, vielmehr soll jede Idee an Vielem Theilnehmen können. Es ist nun, wie gesagt, unmöglich (wenn dießgleich nicht anerkannt wird), in Betreff des Ewigen eine Begriffsbe-stimmung aufzustellen, ganz besonders, wo es sich um das handelt,was bloß einfach existirt, wie z. B. Sonne und Mond. Der Fehlerliegt hier nemlich darin, daß man Bestimmungen in die Definitionausnimmt, welche man wegnehmen kann, ohne dadurch das Sein derSonne aufzuheben, wie z. B. die Bestimmungum die Erde wan-delnd" oderbei Nacht unsichtbar". Denn Sonne bleibt Sonne, auchwenn sie einmal stillsteht oder bei Nacht scheint; es wäre Unsinn, dasGegentheil zu behaupten, denn Sonne bezeichnet ja eine Substanz.Ein zweiter Fehler liegt darin, daß man Prädikate hinzunimmt, welcheauch noch Anderem zukommen können, wornach also ein Anderes, so-fern es dieses Prädikat hat, Sonne sein muß. Damit ist aber derBegriff etwas Allgemeines geworden. Allein die Sonne war doch einEinzelnwesen wie Kleon oder Sokrates, denn wie kommt es doch,daß keiner von ihnen die Definition einer Idee ausstellt? Es würdebei einem solchen Versuch sich klar Herausstellen, daß das eben Gesagterichtig ist ')-

Sechzehntes Kapitel.

Weitere Bemerkungen über die Substanz und gegen die platonischeJdeenlehre.

Es liegt am Tag, daß auch das, was Substanz zu sein scheint,zum größten Theil nur ein Potenzielles ist, so die Theile der Thiere:

Existenz nach nicht von einander abhängig. Indessen ist die Meinung des Arist.nicht ganz klar.

Daß die Einzelnwesen nicht definirbar sind Denn wäre das Einzelnwessnbefinirbar, dann auch die Idee, aber eben damit, daß die Platoniker die Ideenicht deftnirc», zeigen sie, daß die Einzelnwesen nicht definirbar sind.