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stimmung und keinen Beweis gibt. Denn für diejenigen, welche dasWissen besitzen, ist das Vergehende unerkennbar, sobald es aus dersinnlichen Wahrnehmung verschwunden ist, und während die Begriffein der Seele haften bleiben, ist für jenes weder Begriffsbestimmungnoch Beweis möglich. Wenn man daher die Einzelndinge begrifflichbestimmen will, so muß man stets im Auge behalten, daß man an sol-chen Begriffsbestimmungen stets eins und das andere aufheben kann;denn cs ist eben eine Begriffsbestimmung gar nicht möglich "). — Aberauch bei der Idee ist keine Begriffsbestimmung möglich: denn nachden Platonikern ist ja die Idee ein einzelnes Ding und existirt ge-trennt für sich. Nun aber besteht der Begriff nothwendig aus Worten,das Wort aber wird nicht gemacht von dem Bestimmenden, sonst wärees nicht verständlich, die Worte sind vielmehr etwas Festes, allen Ge-meinsames. Somit müssen sie nothwendig auch einem Andern zukom-men ; z. B. wenn man eine Begriffsbestimmung von dir geben wollte,so würde man sagen, du seiest ein mageres oder ein weißes Geschöpf,oder von sonst einer Beschaffenheit, welche auch einem Andern zukommt.— Man könnte vielleicht hierauf entgegnen: es sei doch ganz wohlmöglich, daß alle Prädikate, jedes für sich gedacht, Vielen, zusammenaber nur Einem zukommen; allein darauf ist zu sagen erstens, daßjene Prädikate auch verbunden beiden zukommen, z. B. zweifüßigesGeschöpf dem Geschöpf und dem Zweifüßigen ^). Und dieß ist bei denewigen Dingen ganz nothwendig der Fall, da sie ja früher sind undTheile des Zusammengesetzten, Concreten. — Sie^) sind aber auchgetrennt für sich, wenn nemlich der Mensch es ist; denn entweder istes keines, oder sind es beide. Ist keines getrennt, so existirt die Gat-tung nicht neben den Arten; sind es aber beide, so ist also auch derArt-Unterschied getrennt, weil er früher ist dem Sein nach, und dannwird nicht alles mit einander ausgehoben §). Zweitens: wenn die
Weil das Einzelnding stets veränderlich ist, so ist auch die Definitionnichts Festes, d. h. gar leine Definition.
2) Wobei (vgl. Bonitz z. d. St.) Arist. vielleicht nicht an den Inhalt, son-dern den Umsang der Begriffe denkt, was aber sonst anders auZgedrückt wird.
5) Die Prädikate Geschöpf und zweifüßig. Ist der Mensch für sich, so auchdie Idee, und wenn die Idee, so auch ihre Theile.
Wenn das Zweifüßige und das Geschöpf für sich existiren, so sind sie ihrer