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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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abzuleiten? oder wie ist es möglich, daß das Thier, dessen Substanzdas Thier an sich ist, neben diesem Thier an sich sei? Und beiden sinnlichen Dingen ergeben sich außer den angegebenen Widerspru-che» noch andere größere. Ist es also unmöglich, daß es sich so ver-halte, so ist klar, daß es nicht Ideen der Dinge in der Weise gibt, wieEinige behaupten.

Fünfzehntes Kapitel.

Die einzelnen Dinge lassen keine Begriffsbestimmung zu.

Die Substanz kann in zweifachem Sinn genommen werden: alsdas Ganze und als der Begriff (ich verstehe dieß so, daß die Substanzim ersten Sinn der mit der Materie verbundene Begriff ist, im zwei-ten Sinn der Begriff rein für sich ^)). Was nun von der ersteren Artist, das hat ein Vergehen, denn es hat ein Werden; der Begriff fürsich selbst aber ist nicht von der Art, daß er ein Vergehen hätte, denner hat auch kein Werden (denn z. B. nicht der BegriffHaus"wird, sondern nur dieses bestimmte Haus): vielmehr es findet bloßSein und Nichtsein statt, nicht aber Werden und Vergehen; es ist jabereits gezeigt worden 2), daß niemand die Substanz als Begriff er-zeugt und macht. Dieß ist nun aber auch der Grund dafür, daß essür die sinnlichen Einzelnsubstanzen keine Begriffsbestimmung und kei-nen Beweis gibt, deßwegen nicht, weil sie Materie enthalten, derenNatur es unmittelbar mit sich bringt, daß sie sowohl sein als nichtsein können; weßhalb auch alle einzelnen Dinge vergänglich sind. Wirnehmen also an, daß der Beweis auf das Nothwendige sich beziehtund daß die Begriffsbestimmung es mit dem Wissen zu thun hat; fer-ner, wie das Wissen nicht bald ein Wissen, bald ein Nichtwissen ist in diesem Fall hätten wir ein bloßes Meinen so hat auch das,was bald so, bald anders sein kann, keine Begriffsbestimmung und keinenBeweis, sondern es gibt dafür bloß ein Nieinen. Hieraus nun ergibtsich klar, daß es sür die einzelnen sinnlichen Dinge keine Begriffsbe-

Wohl «Tr-lcox sür zu lesen.

2) S. Kap. 8. Das Werden und Vergehen kommt nur der Materie undden mit der Materie verbundenen concreten Dingen zu.