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uls mit der Materie vereinigt gedacht wird, und ebensowenig bei dem,was nur zufällig, äußerlich Eins ist, wie z. B. Sokrates und gebil-det; denn in diesem Fall ist die Identität eine ganz zufällige,äußerliche.
Zwölftes Kapitel.
Ueber die Begriffsbestimmung als eine Einheit.
Zunächst wollen wir nun von der Begriffsbestimmung reden,soweit wir diese Frage nicht in der Analytik behandelt haben; denndie dort ausgestellte Frage ist von wesentlicher Bedeutung für die Un-tersuchung der Substanz. Die Frage, die ich meine, ist diese: worinliegt der Grund, daß dasjenige, dessen Begriff wir Begriffsbestimmungnennen, Eins ist, wie z. B. wenn ich für den Begriff des Menschendie Begriffsbestimmung „zweifüßiges Geschöpf" habe? so nemlich'inagder Begriff „Mensch" definirt werden. Wie kommt es nun, daß wirhier Eins haben und nicht Vieles, Geschöpf und Zweifüßiges? Es istetwas anderes, wenn wir sagen: Men,ch und weiß; hier haben wirein Vieles, wenn das eine nicht dem andern zukommt, dagegen habenwir Eins, wenn dieß der Fall ist und wenn das Substrat, Mensch,durch das andere bestimmt ist; in diesem Fall bekommen wir Eins,nemlich: der weiße Mensch ^). — Auch ist nicht anzunehmen, daß daseine Theil hat am andern 3); denn man kann nicht sagen, daß dieGattung Theil habe an den Unterschieden, sonst müßte ja dasselbe zu-gleich Theil haben an Entgegengesetztem, sofern die Unterschiede, durchwelche die Gattung differenziirt wird, einander entgegengesetzt sind.Wollen wir aber auch dieß zugeben, so ist damit nichts geholfen, sofernja der Unterschiede mehrere sind, wie z. B. auf dem Land lebend,zweifüßig, ungeflügelt. Denn — warum sind diese Eins und nichtVieles? Doch nicht deßhalb, weil sie in derselben Gattung enthalten
1) post. II, 6, 92 a.
2) Aber — wäre beizufügen — für die Definition hat diese Analogie kei«nen Werth, weil es sich njcht um solches handelt, was vereinigt sein kann, aberauch nicht, nicht um ein zufälliges Verhältniß von Subjekt und Prädikat, sondernum nothwendig und wesentlich Zusammengehöriges.
5) D. h. daß der Begriff des einen im Begriff des andern enthalten sei.