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Baukunst sind die Idee der Gesundheit und des Hauses. Unter demimmateriellen Wesen verstehe ich den Begriff. Von diesen Arten desWerdens nun und von diesen Bewegungen heißt die eine Denken, dieandere Wirken. Denken nemlich diejenige, welche von dem Ersten, vonder Idee ausgeht, Wirken diejenige, welche von dem letzten Glied desDenkprocesses wieder rückwärts geht. — In ähnlicherWeise hat man sichdie Sache auch bei den verschiedenen Mittelgliedern zu denken. Ich meinenemlich so: z. B. wenn Einer gesund werden soll, so muß eine Ausglei-chung im Körper stattfinden. Worin besteht nun diese Ausgleichung? Ineinem Weiteren, — dieses Weitere ist nur zu erreichen durch Erwärmung.Was ist aber wieder Erwärmung? ein Drittes, und dieses Dritte ist nurzu bewirken durch ein Vermögen des Subjekts, dieses Dritte liegt imBereich seiner Macht. So ist also das Wirkende, das, was den Aus-gangspunkt bildet sür die Bewegung des Gesundseins, die in der Seeleliegende Idee, wenn es nemlich ein Werden ist durch Kunst; handeltes sich aber um ein Werden durch Zufall, so geht dieses aus eben vondemjenigen, welches sür den durch Kunst Wirkenden der Anfang desWirkens ist, wie ja auch beim kunstmäßigen medicinischen Verfahrenden Anfang etwa das Erwärmen bildet, welches selber wieder sdurchReibung zu Stande kommt; die Wärme also, die sich im Körper er-zeugt, ist entweder selbst ein Theil der Gesundheit oder es schließt sichan sie etwas an, welches Theil der Gesundheit ist, unmittelbar odervermittelt durch mehrere Glieder; kurz, das letzte Glied, wodurch dieWärme bewirkt wird, ist gewissermaßen an sich schon *) ein Theil derGesundheit, resp. des Hauses, z. B. die Steine u. s. w. Es ist also,wie oft bemerkt wurde, unmöglich, daß etwas werde, wenn nicht schonvorher etwas vorhanden ist. Klar ist nun, daß irgend ein Theil vor-her vorhanden sein muß: die Materie nämlich ist ein Theil; denn sieist darin enthalten und wird. Aber natürlich müssen wir das gleicheauch bei den rein begrifflichen Dingen annehmen. Wir sprechen indoppeltem Sinn von dem Was eines ehernen Kreises: wir sagen ein-mal, die Materie daran sei Erz und zweitens nennen wir die Form,nemlich diese bestimmte Gestalt, und diese Form ist die Gattung alsdas erste, worunter der eherne Kreis zu subsumiren ist. So hat also
>) Nach Bonitz x«t «v'ro Tlwx statt x«t ro orircok.
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