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wie eben gesagt, die Bedeutung von „Begriffsbestimmung" und „Be-griff" eine vielfache. In einem Sinn wird eS also Begriffsbestimmungund Begriff einzig und allein für die Substanzen geben, im anderenauch sonst.
Aus dem Gesagten ergibt sich, das; Begriffsbestimmung der Be-griff des Wesens ist und daß ein solches Wesen der Substanz ent-weder allein zukommt oder doch hauptsächlich und in erster Linie undschlechthin.
Sechstes Kapitel.
Das Einzelnwescn muß identisch sein mit seinem Begriff.
Ein weiterer Gegenstand unserer Untersuchung ist die Frage:ob der Begriff und das Einzelnding identisch sind oder verschieden voneinander. Es ist dieß von wesentlichem Belang für die Betrachtungder Substanz; denn ein jedes Ding, nimmt man an, sei nichts anderesals seine Substanz, und von dem Begriff sagt man, er sei eben dieSubstanz, das Wesen des betreffenden Dings. Indessen was die aeci-dentellen Bestimmungen betrifft, so scheint hier eine Verschiedenheitstatt zu finden, z. B. sollte man doch glauben, weißer Mensch sei etwasanderes, als der Begriff des weißen Menschen. Wären nämlich beideidentisch, so müßten auch der Begriff „Mensch" und der Begriff„weißer Mensch" identisch sein; denn — wie es heißt — „Mensch"und „weißer Mensch" sind identisch, also auch der Begriff „weißerMensch" und der Begriff „Mensch" *). Oder aber: es muß bei denaccidentellen Bestimmungen keine Identität stattfinden, deßwegen nicht,weil die äußersten Glieder des Syllogismus nicht in demselben Sinnzur Identität zusammenlaufen, vielmehr könnte möglicherweise dasResultat das sein, daß die Endglieder zur Identität zusammenlaufenund in äußerlicher Weise, wie z. B. das „weiß sein" und das „gebil-
>) Der zu Grund liegende Syllogismus ist dieser:
weißer Mensch — Begriff eines weißen Menschen,weißer Mensch — Mensch,
Mensch — Begriff eines Menschen,
Also: Begriff eines Menschen — Begriff eines weißen Menschen.