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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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die Sache selbst noch unklar und sodann wird uns aus diese Weise dieMaterie zur Substanz. Denn wenn nicht die Materie Substanz ist,was soll sonst Substanz sein? Es bleibt ja nichts anderes im Rest,wenn man das Uebrige wegnimmt. Denn was sonst an den Körpernist, das sind Erscheinungsformen, Wirkungen, Vermögen, sodannLänge, Breite, Diese sind quantitative Bestimmungen, aber keine Sub-stanzen; das Quantitative ist nemlich nicht Substanz, Substanz istvielmehr dasjenige, welchem als zu Grunde liegendem dasQuantitative zukommt. Nimmt man nun Länge, Breite, Diese weg,so sehen wir nichts weiter übrig bleiben, als etwa dasjenige, welchesvon diesen Prädikaten bestimmt wird, dich aber ist die Materie, daherdenn die Materie bei dieser Betrachtungsweise, wie es scheint, noth-wendig einzig und allein Substanz sein muß. Unter Materie aberverstehe ich dasjenige, was an und für sich nicht ein irgendwie be-stimmtes ist, was nicht quantitativ bestimmt, kurz durch kein demSeienden gewöhnlich beigelegtes Prädikat bestimmt ist. Es gibt »ein-lich etwas, von welchem die einzelnen Prädikate ausgesagt werden,welchem ein anderes Sein zukommt, als jedem dieser Prädikate; wäh-rend nemlich das übrige von der Substanz ausgesagt wird, wird derSubstanzbegrifs von der Materie ausgesagt, so daß das letzte für sichSeiende weder ein Etwas noch ein quantitativ bestimmtes noch sonstetwas bestimmtes ist. Ebenso wenig kann man ihm das Negative ")beilegen; denn auch die negativen Bestimmungen kommen ihm bloßindirekt zu. Bei dieser Betrachtungsweise also kommen wir aus dasResultat, daß unter Substanz die Materie zu verstehen sei. Alleindieß ist unmöglich richtig ; denn selbständige Existenz und Existenz alsei» bestimmtes Dieses kommt doch wohl vor allem der Substanz zu.Deßhalb wird man geneigt sein anzunehmen, daß der Begriff und dasaus beiden Zusammengesetzte mehr Substanz ist als die Materie. In-dessen von dem aus beiden, Form und Materie, zusammengesetztenWesen will ich hier nicht weiter sprechen; es ist dieß ein Sekundäresund ist an sich klar. Auch die Materie braucht eigentlich keine weitere

l) Das nicht-groß n. s. >»., die Negation zn den positiven Prädikaten; diesenegativen Besiimmnngen sind indirekte Bestimmungen, eben als Negation der posi-tive», können also für sich der Materie nicht rnkommen.