es welche gibt neben den sinnlichen Dingen oder ob nicht, wie dieselben (sind, ob es eine gesondert existirende Substanz gibt und warum undwie, oder ob es keine gibt neben den sinnlichen Dingen. Zuerst abermüssen wir eine allgemeine Vorstellung von dem Begriff der Substanzgeben. s
Drittes Kapitel.
Worin liegt der eigentliche Begriff der Substanz? und ist die Materie iSubstanz oder nicht? ^
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Bei der Substanz müssen wir jedenfalls — wenn nicht mehr, >so doch vier ') Bedeutungen unterscheiden; man versteht darunter ins»gemein erstens den Begriff, zweitens das Allgemeine, drittens dieGattung, viertens das Substrat (Subjekt). Unter Substrat (Subjekt) ^verstehen wir dasjenige, von welchem das andere ausgesagt wird, -während es selbst nicht mehr von einem andern ausgesagt wird. Ueber sdieses müssen wir uns zuerst klar werden, denn auf das Substrat ischeint der Begriff der Substanz am meisten zuzutreffen. Man kann s
sich nun unter dem Substrat in gewissem Sinn die Materie denken, ^in anderem Sinn aber auch die Form und drittens das aus Materie ,!und Form Zusammengesetzte. Diesi ist näher so zu denken, daß z. B. ^das Erz — Materie ist, die äußere Gestaltung — Form und das aus ,beiden Zusammengesetzte, die Bildsäule, das Ganze. Wenn nun die IForm früher ist und mehr ein Seiendes ist, als die Materie, so wirdauch das aus beiden Zusammengesetzte aus demselben Grund frühersein 2). Wir haben nun in den allgemeinsten Zügen angegeben, was ^die Substanz ist: sie ist das, was nicht von einem Substrat ausgesagtwird, sondern von welchem das Andere ausgesagt wird. Allein es ist ^mit diesen Bestimmungen noch nicht genug gesagt. Denn einmal ist s
*) Aus diese Viertheilung nimmt Arist. im Weiteren keine Rücksicht, sondern ^er hält sich an die Dreitheilung: Materie, Form und das aus beiden Zusammen-gesetzte. -
2) Sofern die Form das Wesen bestimmt und ein höheres Sein hat, ist die ^Einheit von Form und Materie höher als die bloße Materie für sich. Die LeS- !!art ro ist wohl der Lesart rov vorzuziehen. Es handelt sich um die Priorität >der Form nnd der Ganzen vor der Materie, wenn, wie am Schluß des Kapitels ^eschieht, die Unmöglichkeit erwiesen werden soll, letztere als Substanz anzusshe» ,