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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
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Daher bildet denn auch für uns diese Frage den Haupt- und Car-dinalpunkt, ja eigentlich den einzigen Punkt, den wir näher zu be-trachten haben.

Zweites Kapitel.

Vorstellungen früherer Philosophen über die Substanz.

Die gewöhnliche Annahme ist, daß der Substanzbegriff amaugenscheinlichsten den Körpern zukomme; daher nennen wirSub-stanz" das Thier, die Pflanze und die Theile derselben, sowie die Na-turkörper '), wie Feuer, Wasser, Erde u. s. f.; und was ein Theilvon diesen ist oder aus ihnen besteht, entweder aus ihren Theilen oderaus ihnen zusammen wie dieses letztere der Fall ist beim Himmelund seinen Theilen, Sonne, Mond und Sternen. Nun ist aber dieFrage: ob diese die ganze Substanz sind oder ob es noch andere Sub-stanzen gibt oder ob an ihrer Stelle überhaupt ganz andere Substan-zen anzunehmen sind. Manche?) halten die Grenzen des Körpers,wie Oberfläche, Linie, Punkt, Einheit, für Substanzen in höheremGrad, als die Körper und das Feste. Ferner lassen Einige garnichts der Art existiren außer den sinnlichen Dingen, während Andereeine Mehrheit von ewigen Dingen annehme», denen ein höheres Seinzukomme,' wie z. B. Plato in den Ideen und im Mathematischen zweiSubstanzen aufstellt und eine dritte in dem Wesen der sinnlichen Kör-per. Speusippus hat sogar noch mehr Substanzen, vom Eins aus-gehend, und stellt Principien auf für jede einzelne Substanz, nemlichbesondere Principien für die Zahlen, besondere für die Größen undebenso für die Seele; auf diese Weise erweitert er die Substanzen.Einige sagen, die Ideen und die Zahlen haben eines und dasselbeWesen und die andern schließen sich an sie an, nemlich die Linien undFlächen, bis auf die Substanz des Himmels und die sinnlichen Dingehinaus. Wir haben nun zu untersuchen, was von diesen Behaup-tungen richtig und was unrichtig ist, was für Substanzen es gibt, ob

') Die Elemente.

2) Dt« Ppthagoreer.

Die Netiirphtlesophen »pp, Plot»,