Druckschrift 
6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
Seite
161
Einzelbild herunterladen
 

161

ist die Ursache des zufälligen Entstehens. Allein die Hauptfrage wärenoch, was für ein Princip und was für eine Ursache es ist, auf welcheman dabei zurückgehen muß, ob auf die Materie oder auf das Warumoder aus dasjenige, von welchem die Bewegung ausgegangen ist.

Viertes Kapitel.

lieber das Wahre und Falsche und ob es in die Metaphysik gehöreoder nicht.

Damit wollen wir von der Erörterung des Zufälligen Abschiednehmen, die gegebenen Bestimmungen werden genügen. Was aberdas Seiende, sofern es wahr, und wieder, sofern es falsch ist, betrifft,so handelt es sich dabei um >) Verbindung und Trennung und imganzen um die Vertheilung der Glieder des Widerspruchs. (Denndas Wahre enthält die Bejahung aus Grund der objektiven Zusam-mengehörigkeit, und die Verneinung auf Grund der objektiven Nicht-zusammen-gehörigkeit; während das Falsche das Gegentheil dieserVertheilung enthält; wie es aber möglich ist, die Dinge zusammenoder getrennt zu denken, ist eine andere Frage, ich meine nemlich daszusammen oder getrennt denken so, daß kein Nacheinander verschiede-ner Denkakte, sondern Ein Denkakt stattfindet). Nun ist aber dasFalsche und das Wahre nicht objektiv in den Dingen objektiv istz. B. das Gute wahr, das Schlechte ohne weiteres falsch sondernes ist im Denken (was aber das schlechthin Seiende und den Begriffder Dinge betrifft, so liegt dieß nicht im Denken) über das nun,was auf diese Weise ist und nicht ist, wollen wir die Erörterungaus ein anderes Mal verschieben. Da die Verbindung und die Tren-nung im Denken ist und nicht in den Dingen, etwas Subjektives,nicht Objektives, das subjektiv Seiende aber etwas anderes ist, alsdas eigentlich Seiende (denn das Denken ist es, wodurch der Begriffoder die Qualität oder die Quantität und dergleichen verbunden oder

l) D, h. darum, daß die in Wahrheit zusammengehörigen Subjekte und Prä-dikate in der Aussage verbunden, die nicht zusammengehörigen getrennt werben,daß man also die Glieder dek Widerspruchs, Ja oder Nein, Position und Nega-tion, richtig an die betreffenden Subjekte vertheilt.

Als Wahres und Falsches,

Aristoteles' Mttaxhhsik,

11