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und Potenzen das Wirkende, Hervorbringende sind, gibt es für dasZufällige keine bestimmte Kunst oder Potenz; denn bei dem, was zu-fällig ist oder zufällig geschieht, ist auch die Ursache etwas Zufälliges.Da nun nicht alles aus Nothwendigkeit und immer ist oder wird,sondern das meiste nur meistens, so muß daneben nothwendig auchdas Zufällige sein; z. B. weder immer noch meistens ist ein weißfar-biger Mensch gebildet, wenn er es aber einmal ist, so ist er es zufäl-lig. Wäre dieß nicht, so müßte ja alles aus Nothwendigkeit sein. Somuß denn also die Materie, welche neben dem, was meistens ist, auchnoch andere Formen des Seins haben kann, Ursache des Zufälligensein. Man muß hier von der Frage ausgehen, ob es nicht etwasgebe, was weder immer noch meistens ist, oder ob dieß unmöglich sei.Hiebei bekommt man unmittelbar etwas drittes, was eines oder einanderes ist, das Zufällige. Es ist freilich noch die weitere Frage, obes nicht so ist, daß zwar manchem das „meistens", aber keinem das„immer" zukomme, oder ob es etwas Ewiges gebe? Diese Fragewollen wir einer späteren Erörterung Vorbehalten; zunächst ist klar,daß cs keine Wissenschaft des Zufälligen gibt; denn alle Wissenschafthat es entweder mit dem immer oder mit dem meistens Seienden zuthun. Wie sollte man denn eine solche Wissenschaft lernen oder wiesollte man sie einen Andern lehren? Man braucht ja immer Bestim-mungen, die auf dem Immer oder dem Meisten beruhen, wie z. B.daß ein Honigtrank meistens gut ist fürs Fieber. Abgesehen von die-ser Bestimmung, wird man nicht angeben können, wann er etwa nichtgut ist, wie z. B. beim Neumond: denn sofern er ja immer oder mei-stens gut ist, ist ers auch beim Neumond '); alles andere ist eben dasZufällige.
Damit haben wir denn gesagt, was man unter dem Zufälligenzu verstehen hat, welches seine Ursachen sind und daß es eine Wissen-schast des Zufälligen nicht gibt.
b Rach der Conjectur von Bonitz: fl «kt x«t kfl