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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
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ebenso ein Grammatiker, der nur gebildet ist, und was sonst noch der-artige Uutersuchungen sind; das Zufällige scheint hier allerdings demNichtseienden ganz nahe zu stehen. Es ergibt sich dieß aber auch ausfolgendem Grund: während das, was auf andere Art ist, ein Ent-stehen und Vergehen hat'), kommt ein solches dem Zufälligen nicht !zu. Allein dennoch müssen wir über das Zufällige, soweit es möglichist, sprechen, über sein Wesen und die Ursache seines Seins; es wirdauf diese Weise sich auch vielleicht unmittelbar zeigen, warum es keineWissenschaft des Zufälligen gibt.

Es ist im Seienden das eine immer sich selbst gleich, und zwaraus Nothwendigkeit (wobei ich aber nicht eine auf äußerem Zwang be-ruhende Nothwendigkeit meine, sondern eine solche, welche darauf be-ruht, daß es nicht anders sein kann), anderes ist nicht aus Nothwen- idigkeit und nicht immer, sondern meistens, und dieses ^letztere nun ist 1Princip und Ursache davon, daß das Zufällige ist; denn was weder iimmer ist noch meistens 2), das nennen wir das Zufällige. Z. B.wenn es in den Hundstagen Schnee und Kälte gibt, so nennen wirdas zufällig, nicht aber, wenn warme oder heiße Witterung herrscht;denn letzteres ist immer oder doch meistens, elfteres aber nicht. Daßein Mensch eine weiße Farbe hat, ist zufällig, denn es ist dieß nicht s

immer und nicht meistens der Fall, daß er aber ein lebendes Wesen !

ist, ist nicht zufällig. Daß ein Baumeister einen Menschen gesund c

macht, ist zusällig, denn er thut dieß nicht als Baumeister (vielmehr s

ist es Sache des Arztes), sondern es hat sich eben zusällig so gefügt, ^

daß der Baumeister den Arzt machte. Ein Pastetenbäcker, welcher ansdas Leckere zu sehen hat, mag einmal auch etwas Gesundes bereiten, ^

aber er thut dieß nicht in seiner Eigenschaft als Pastetenbäcker, daher ;

sagen wir: es trifft sich so, er mag es einmal thun, aber nicht: er ;

thut es schlechtweg. Denn während sonst überall gewisse Ursachen ^) s

i) D. h. ein Entstehen und Vergehen, welches selbst nicht zusällig ist, son- !

der» als Anfang und Ende einer durch iinmanente Momente begründeten Ent- !

Wicklung gedacht wird. Dem Zufälligen ist Entstehen und Vergehen nur äußerlich,selbst wieder zusällig, kommt also ihm selbst nicht zu, es stößt ihm bloß zu. :

itz Diesesnicht meistens" und dasmeistens" im vorigen Satz bei Angabe sdes Princips entsprechen einander. Das Zufällige ist gleichsam nur das, was zur !Anssüllung dient, wo im Princip eine Lücke gelaffen ist. !

ö) «crlcct statt tmorx.