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Philosophie: Mathematik, Physik und Theologie'). Denn eS ist klar,daß das Göttliche, wenn überhaupt irgendwo, in den eben beschrie-benen Wesen existiren muß, und die Wissenschaft, welche mit dem vor-züglichsten Gegenstand sich beschäftigt, muß auch die vorzüglichste sein.So ist denn die Theologie die dem Rang nach erste der betrachtendenWissenschaften, während diese im ganzen den übrigen Wissenschaftenvorgehen. Man könnte nun im Zweifel sein, ob die erste Philosophieeine allgemeine Wissenschaft ist oder ob sie es mit irgend einer beson-der» Gattung oder einer besondern Art des Seins zu thun hat. (Ha-ben ja auch die mathematischen Wissenschaften nicht durchaus den glei-chen Charakter, vielmehr während Geometrie und Astronomie einebesondere Art des Seins zum Gegenstand haben, ist die allgemeineMathematik allen Zweigen gemeinsam.) Wenn es nun nicht irgendein anderes Wesen gibt neben dem physischen Wesen, so muß wohldie Physik die erste Wissenschaft sein, gibt es aber ein unbeweglichesSein, so ist dieses das frühere und die daraus sich beziehende Philo-sophie ist die erste, und sofern sie die erste ist, ist sie die allgemeineWissenschaft, und so wird ihre Aufgabe sein, das Seiende als Seien-des zu untersuchen, was es ist und was ihm als Seiendem zukommt ^).
Zweites Kapitel.
lieber das Zufällige, das Wesen desselben; Beweis, daß es keineWissenschaft des Zufälligen geben kann.!
Wenn man von dem Seienden schlechthin spricht, so kann mandieß in mehrfachem Sinn verstehen; der Ausdruck bezeichnet einmaldas Accidentelle, Zufällige, zweitens das wahrhaft Seiende und an-dererseits das Nichtseiende, sofern es das Falsche ist; überdicß sind
D. h. die das Göttliche betrachtende Philosophie.
2) ES ergibt sich aus diesem Kapitel folgende Eintheilung der Philosophie:
1. Heroorbringende Ph„ Kunst.
2. Handelnde PH., Ethik.
S. Betrachtende PH.
a. Physik,d. Mathematik.
o. Erste Philosophie, „Theologie", Metaphysik.