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kommt'), das Doppelte aber ist ein Verhältnißbegriff; oder dasWeiße, wenn demselben Gegenstand das Accidens weiß und doppeltzukommt.
Sechszehntes Kapitel.
Vollkommen.
Vollkommen (vollendet, vollständig) nennt man zunächst das-jenige, außerhalb dessen auch nicht ein einziges Theilchen von dem,was zu ihm gehört, anzutreffen ist; so ist z. B. die Zeit eines jedenDings dann vollkommen, wenn es nicht möglich ist, außerhalb der-selben eine Zeit anzutreffen, welche einen Theil jener Zeit bildete.Vollkommen ist ferner, was in Beziehung auf Tüchtigkeit oder Gütenicht übertroffen wird, nemlich relativ, innerhalb seiner Gattung; soist z. B. ein Arzt oder ein Flötenspieler vollkommen, wenn er hin-sichtlich seiner specifischen, gerade ihm zukommenden Tüchtigkeit es annichts fehlen läßt. Von da wird das Wort dann übergetragen auchauf das Schlechte: wir sprechen von einem vollkommenen Jntriguan-ten, einem vollkommenen Dieb, wie wir ja auch in Beziehung aufdiese das Prädicat „gut" gebrauchen, wenn wir sagen: ein guterDieb, ein guter Jntriguant. Auch die Tüchtigkeit ist eine Art vonVervollkommnung oder Vollendung; wir nennen ein Ding oder einWesen dann vollkommen, wenn ihm hinsichtlich der specifischen, ihmzukommenden Tüchtigkeit kein Theil fehlt von der Größe, die es seinerNatur nach erreichen soll. Ferner heißt vollkommen oder vollendetdasjenige, bei welchem das Endziel ein gutes ist; denn vollkommenheißt etwas in Beziehung darauf, daß es ein Endziel hat. Da nunein Endziel in die Kategorie des Aeußersten gehört, so tragen wir dieBezeichnung auch auf das Schlechte über und sagen: es sei etwas voll-kommen zu Grunde gegangen, vollkommen verderbt, wenn nemlichnichts mehr fehlt zum Verderben und zum schlechten Zustand, sonderndas Aeußerste erreicht ist. Endziel ist aber auch das letzte Warum, derletzte Zweck?) — In diesen Bedeutungen wird das an sich Vollkom-
>) Wenn er z. B. noch einmal so groß ist, als ei» anderer.D. h. das Gute.