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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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zu dem, was gethan worden ist, das, was thun wird, zu dem, wasgethan werden wird. In dieser Beziehung wird auch der Vater Vaterdes Sohns genannt; der eine ist aktiv, der andere passiv gewesen.

Bei einigen liegt das Verhältniß in der Beraubung des Vermögens,wie beim Unmöglichen und was derartiges hieher gehört, z. B. dem !

Unsichtbaren. Bei allem nun, was Verhältnis! ist der Zahl und !

dem Vermögen nach, liegt der Verhältnißbegriff darin, daß dasselbeseinem eigentlichen Wesen und Begriff nach auf ein anderes bezogen ?wird, nicht aber umgekehrt; beim Meßbaren, Wißbaren, Denkbaren !dagegen liegt der Verhältnißbegriff darin, daß ein anderes zu diesem !Meßbaren u. s. w. in's Verhältniß gesetzt wird. Das Denkbare nein-lich bezeichnet, daß es ein Denken von ihm, dem Denkbaren, gibt, nichtaber steht das Denken im Verhältniß zu dem, dessen Denken es ist ').Damit wäre ja zweimal dasselbe gesagt. Eben so ist das Sehen Seheneines bestimmten Gegenstands, nicht dessen, wovon es überhaupt ei»Sehen gibt, des allgemein Sichtbaren; man kann zwar freilich auchdas letztere sagen, aber mau muß doch das Sehen bestimmen dadurch, >daß man es zur Farbe oder etwas dergleichen in's Verhältniß setzt. !Wollte man sagen: Sehen bezieht sich auf das, wovon es ein Sehengibt, so würde mau zweimal dasselbe sagen. Dasjenige nun, wasein Verhältniß an sich ausdrückt, wird theils in der angegebenen Weiseverstanden, theils so, daß die Gattungen desselben ein Verhältniß ent-halten ; wie z. B. die Heilkunde ein Verhältnißbegriff ist, sofern ihreGattung, die Wissenschaft, zu den Verhältnißbegriffen gerechnet wird.Ferner ist Verhältnißbegriff dasjenige, wornach das genannt wird,worin eS enthalten ist, wie z. B. die Gleichheit, weil das Gleiche, dieÄhnlichkeit, weil das Ähnliche ein Verhältnißbegriff ist^). Auchkann das Verhältniß liegen in einem Accidens, z. B. der Mensch stehtin einem Verhältniß, sofern das Doppelte als Accidens ihm zu-

l) D. h. den. Denkbaren. Man kan» bas Denken nicht befiniren durch Be-ziehung auf das Denkbare überhaupt; denn das Denkbare selber wirb ja definirtals Gegenstand des Denkens. Somit würde man sich im Zirkel bewegen, manmuß vielmehr das Denken auf ein bestimmtes Objekt beziehen, und so auch dasSehen.

-) Im Gleichen aber ist die Gleichheit, im Aehnlichen die Aehnlichkeit ent- ^halten.