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z. B. die Nemeischen Spiele früher sind als die Pythischen, weil siedem Jetzt näher stehen, — das Jetzt als Anfang und als Erstes be-trachtet. — Ferner gibt es ein Früher und Später in Beziehung ausdie Bewegung: früher ist nemlich das, was dem ersten Bewegendennäher ist, z. B. der Knabe ist früher als der Mann; auch hier istschlechthin ein Anfang vorausgesetzt. — Ferner dem Vermögen nach:früher ist nemlich das dem Vermögen nach Ueberwiegende und Mäch-tigere; der Art ist dasjenige, nach dessen Entschließung ein anderes,eben das Spätere, sich richten muß, so daß das Spätere sich nichtbewegt, wenn nicht das Frühere sich bewegt, und wiederum sich bewegt,wenn das Frühere sich bewegt; hier ist die Entschließung der Anfang.— Ferner der Ordnung nach; dahin gehört dasjenige, was von einemBestimmten nach einem bestimmten Verhältniß entfernt ist, z. B. derNebenmann ist früher, als der dritte Mann, den Flügelmann alsAnfang gerechnet, und die zweitunterste Seite ist früher als die un-terste, wenn die mittlere als Anfang gesetzt ist. — Neben diesen Artenvon Früher und Später spricht man auch von einem der Erkenntnißnach Früheren, als einem schlechthin Früheren. Dabei ist aber zuunterscheiden, je nachdem man vom Begriff oder von der Wahr-nehmung ausgeht. Dem Begriff nach ist nämlich das Allgemeine dasFrühere, der Wahrnehmung nach aber das Einzelne, ferner ist demBegriff nach das Accidens früher, als das Ganze, z. B. das Gebildetefrüher als der gebildete Mensch; denn der Begriff kann nicht ganz seinohne den Theil. Freilich ist es nicht möglich, daß ein Gebildetes seiohne daß ein Gebildeter da ist. — Ferner nennt man früher dieEigenschaften des Früheren; so ist z. B. die Geradheit früher, als dieGlätte; die erstere ist nemlich wesentliche Eigenschaft der Linie, dieletztere ist wesentliche Eigenschaft der Fläche. — Ferner spricht manvon einem Früher und Später der Natur und der Substanz nach;früher ist das, was ohne ein anderes sein kann, während dieses andereohne jenes nicht sein kann; eine Unterscheidung, der sich Plato bedienthat'). — Da nun das Sein vielfache Bedeutungen hat, so ist frühererstlich das Substrat, und deßhalb die Substanz, ferner in anderer
i) Vielleicht bezieht sich dieß auf die platonische Lehre von den Jdeatzahlen;in den Schriften Plato'S findet sich keine betreffende Stelle.