tät, nicht aber hinsichtlich der Qualität. Ferner nennt man Naturdas Substrat, aus welchem die Naturdinge sind oder werden und wel-ches noch ohne Gestalt und nicht fähig ist, sich aus eigener Kraft zuverändern, wie z. B. bei der Bildsäule und den ehernen Geräthen dasErz die Natur genannt wird, bei den hölzernen das Holz; ähnlich istes auch bei andern Dingen; dieß bildet nemlich den Grundbestandtheiljedes Dings in der Weise, daß die erste Materie sich erhält. In die-sem Sinn sagt man auch, die Elemente der Naturdinge seien Natur,wobei die Einen an das Feuer denken, Andere an die Erde, Anderean die Luft, das Wasser oder etwas dergleichen, Manche auch aneinige Elemente oder an alle zusammen. Noch in anderem Sinn be-zeichnet „Natur" das Wesen der Naturdinge, wie wenn z. B. Einigeunter der Natur verstehen die ursprüngliche Zusammensetzung; so sagtEmpedokles:
— „ein Werben hat keines der Dinge,
Sondern Mischung allein und Auflösung des Gemischten,
Werden ist nur ein Name, den sich die Menschen gebildet')."
Daher sagen wir bei demjenigen, was von Natur ist oder wird, wennauch schon der Stoff, aus welchem es wird oder ist, vorhanden ist, —doch, es habe noch nicht seine Natur, so lang es nicht, die Form undGestalt hat. Von Natur nun ist dasjenige, was aus Materie undForm zusammen ist, wie z. B. die lebenden Wesen und ihre Theile;Natur aber ist sowohl die erste Materie — und zwar diese in doppel-ter Weise, „erste" entweder relativ oder schlechthin, wie z. B. bei denehernen Werkzeugen das relativ Erste das Erz ist, das schlechthin Ersteetwa das Wasser, falls nemlich alles Schmelzbare Wasser ist, — alsauch die Form und das Wesen; dieses aber ist das Ziel des Werdens.Die Bezeichnung wird dann aber auch übergetragen überhaupt ausalles wesentlich Seiende, weil auch die Natur ein solches ist. Ausdem Gesagten ergibt sich nun die erste und eigentliche Bedeutung von„Natur", nemlich das Wesen desjenigen, was wesentlich ein Principder Bewegung in sich hat; die Materie nemlich heißt Natur, weil sieein solches Princip in sich anfnehmen kann, und der Proceß des Wer-
') Bgl. Zeller, griech. Phil. I. 60V. DaS Citat paßt übrigens wenig zuder betreffenden Bedeutung von Pilarx-, vielleicht ist ein Fehler im Lcxt.