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Hat die Philosophie das Seiende zum Gegenstand, soauch das Eins, denn Seiendes und Eins sindidentisch.
Nun aber sind das Eins und das Seiende identisch und dasselbeWesen, sofern sic nicht ohne einander gesetzt werden können, wie Prin-cipien und Ursache, wenn sie auch begrifflich nicht ganz zusammenfal-len. Es macht aber nichts aus, wenn wir sie auch als gleich ausfassen,ja es wird uns dich für unfern Zweck förderlich sein. Denn es kommtans eins heraus, ob ich sage: „Ein Mensch" oder „seiender Mensch"oder „Mensch", und man will nichts anderes sagen, wenn man mitgehäuftem Ausdruck sagt: „er ist Ein Mensch", als wenn man sagt:„er ist Mensch". Offenbar ist keine Trennung möglich weder beimEntstehen noch beim Vergehen '), und was vom Seienden gilt, giltauch vom Eins. Es ist also klar, daß der Zusatz bei diesen Ausdrückenkeinen Unterschied der Bedeutung ausmacht und daß das Eins nichtsanderes ist als das Seiende. Ferner ist das Wesen eines jeden Ein-zelndings ein Eins nicht bloß accidentell, und ebenso ist es auch imeigentlichen Sinn ein Seiendes. Daraus folgt, daß es gerade ebensoviele Arten des Seienden gibt, als es Arten des Eins gibt, und dieBetrachtung des Was dieser Arten zusammen gehört in Eine Wissen-schaft im allgemeinen, ich meine nemlich das Identische, das Aehnlicheund anderes dergleichen. Es lassen sich aber fast alle Gegensätze aufdieses Princip znrücksllhren. Doch verweise ich hier auf das, was ichin der „Auswahl der Gegensätze" 2) gesagt habe.
Ferner gibt es so viele Theile der Philosophie, als es Theileder Substanz gibt, nothwendig also muß cs eine erste Philosophie ge-ben und eine weitere, die sich an die erste anschließt. Denn das Einsund das Seiende lassen sich nicht denken ohne besondere Arten und andiese Arten müssen sich nun auch die einzelnen Wissenschaften an-schließen. Es befindet sich nemlich der Philosoph in demselben Fall
U Diese Worte scheinen zu besagen: wenn ein Seiendes entsteht ober ver-geht, so entsteht oder vergeht auch ein Eins, und dasselbe gilt vom Eins, d. h.wenn ein Eins entsteht ober vergeht, so entsteht ober vergeht auch ein Seiendes.Eine Schrift, über die wir nichts Bestimmteres wissen.