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tere Schwierigkeiten in Betreff des Entstehens und Vergehens. Dennvon der Substanz nimmt man an, daß sie, wenn sie, vorher nicht seiend,jetzt ist, oder, vorher seiend, nachher nicht ist, eine Entwicklung durchlaufe,bei welcher ein Entstehen und Vergehen statt findet; dagegen die Punkte,Linien und Flächen können unmöglich entstehen oder vergehen, obgleich siebald sind, bald nicht sind. Denn wenn die Körper einander berührenoder getrennt werden, so werden die Flächen bald Eine — nemlich bei derBerührung, bald zwei, nemlich bei der Trennung, so daß also bei derZusammensetzung etwas verschwindet und nicht mehr ist, bei der Tren-nung etwas ist, was vorher nicht war '). Denn von dem untheil-baren Punkt wird man doch nicht sagen, daß er in zwei getheilt werde.— Und wenn sie entstehen und vergehen, aus was entstehen sie? --Aehnlich verhält es sich auch mit dem Jetzt in der Zeit: auch dieseskann nicht entstehen und nicht vergehen, aber doch ist es, wie manglaubt, immer ein anderes, ohne doch Substanz zu sein. Dasselbe istoffenbar der Fall mit den Punkten, Linien und Flächen, es ist imWesentlichen ganz dasselbe; denn sie sind alle lediglich Grenzen oderTrennungen ^).
Sechstes Kapitel.
Aporie 13. Wozu sollen die Ideen als besondere Realitätengesetzt werden?
Ueberhaupt aber könnte man füglich fragen: wozu man dennnoch weitere Wesen braucht außer den sinnlichen und mathematischenDingen, wie also die platonischen Ideen. Man mag diese für noth-wendig halten aus dem Grund, weil die mathematischen Dinge —wenn sie auch sonstwie sich von den sinnlichen Dingen unterscheiden, —doch darin denselben gleich sind, daß beide ein gleichartiges Vielfachesind, daraus folgt, daß ihre Principien nicht der Zahl nach bestimmtsind, wie auch für unsere Buchstaben die Principien wohl der Art nach,aber nicht der Zahl nach bestimmt sind, (es müßte denn sein, daß man
D. h. es ist keine Entwicklung wie bei der Substanz, sondern nur Seinund Nichtsein. ,
Des Körpers, wie das Jetzt der Zeit.