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mehr Seiende >) ,ein soll, als eben nur eins. Denn es gibt dannnichts, was anders wäre als das Seiende, so daß man also nach demSatz des Parmenides das Resultat bekäme, alles Seiende sei eins unddieses Eins sei das Seiende. Es sind hier zwei Fälle, welche gleicheSchwierigkeit machen: mag das Eins nicht Substanz sein oder mag esein Eins — ap sich geben, immer bleibt es unmöglich, daß die ZahlSubstanz sei. Im ersteren Fall ist der Grund bereits oben angegeben;im anderen Fall hat man die gleiche Schwierigkeit wie beim Seienden.Denn woher soll neben dem Eins — an sich noch ein anderes Eins 2)kommen? nothwendig müßte das andere ein Nichteins sein, allesSeiende aber ist entweder Eins oder Vieles, wovon dann jedes ein-zelne wieder Eins ist. — Ferner wenn das Eins — an sich un-theilbar ist, so wäre es wenigstens nach Zeno eigentlich nichts. Dennwas weder, zu einem Andern hinzugesetzt, dieses größer macht, nochdavon weggenommen, es verkleinert, das ist nach Zeno kein Seiendes;natürlich liegt die Voraussetzung zu Grund, daß das Seiende eineGröße ist, ist es aber eine Größe, so ist es körperlich, denn dieses isteigentlich seiend. Alles Andere aber wird, hinzugesetzt, etwas größermachen oder nicht; z. B. eine Fläche oder Linie macht es größer, einPunkt und eine Einheit nicht. Doch Zeno's Vorstellungsweise ist nochganz unentwickelt; es ist wohl möglich, daß ein Untheilbares ist, undes kann diese Behauptung sowohl an sich als auch gegen Zeno verthei-digt werden; denn wenn auch ein solches, wie das Eins, nicht größermacht, so macht es doch ein Mehr. Allein die Krage ist nun die: wiekann aus einem solchen Eins oder aus mehreren solchen eine Größehervorgehen? Es wäre gerade, wie wenn man die Linie aus Punktenentstehen lassen wollte. Indessen auch wenn man die Sache so ans-saßt, daß nach der Meinung Einigers die Zahl geworden wäre ausdem Eins und einem andern, dem Nichteins, so muß man doch immernoch fragen: warum und wie geschieht es, daß das Gewordene bald
>) Die vielen Einzelndinge.
-') Eben di- Zahl.
ä> S. Zeller griech. Phil. I, 498 . Ist das Eins nicht theilbar, so ist eskeine Große, denn die Theilbarkcit gehört zum Begriff der Größe; ist eS aberkeine Größe, so ist es überhaupt kein Seiendes,h Der Platoniker.