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bei Seite gelassen worden ist, nemlich die: ob die Principien der ver-gänglichen Dinge die gleichen seien wie die der unvergänglichen oderandere? Sagt man, sie seien dieselben, so entsteht die Frage: wiees komme, daß die von ihnen abgeleiteten Dinge theils vergänglich sindtheils unvergänglich und was hievon die Ursache ist? Was nun Hesiodund sämmtliche Theologen betrifft, so haben diese blos den Glaubender damaligen Zeit berücksichtigt, an uns aber haben sie nicht gedacht;sie identifizirten nemlich die Principien mit den Göttern und ließen sieaus den Göttern hervorgehen und sagten, was nicht Nektar und Am-brosia koste, sei sterblich — wobei sie offenbar Ausdrücke gebrauchten,die ihnen ganz geläufig waren. Allein ihre Aeußerungen darüber, wases denn mit dem Genießen dieser Elemente für eine Bewandtniß habe,gehen über unfern Horizont hinaus. Denn wenn sie dieselben nur desGenusses wegen zu sich nehmen, so liegt in Nektar und Ambrosia nichtdie Ursache ihres Seins, thun sie es aber um des Seins willen, wiekönnen sie dann ewig sein, da sie doch Speise nöthig haben? doch eslohnt die Mühe nicht, über diese in mythischer Form auftretende Halb-philosophie ernsthaft zu reden; wohl aber müssen wir an diejenigen,welche eine Begründung ihrer Sätze geben, die Frage richten, wie esdenn komme, daß die Dinge, wenn sie doch denselben Ursprung haben,ihrem Wesen nach theils ewig sein sollen, theils vergänglich? dafürwissen sie keinen Grund anzugeben und es ist freilich auch an sich nichtdenkbar, woraus denn hervorgeht, daß die Principien und Ursachender Dinge nicht wohl dieselben sein können. Selbst dem Philosophen,bei welchem man sonst am meisten ein einheitliches System voraus-setzen möchte, Empedokles, ist es nicht besser gegangen '): er stelltnemlich ein gewisses Princip als Ursache des Vergehens aus, nemlichden Streit, man kann aber annehmen, daß auch dieser zeugend wirkt— abgesehen vom Eins?); denn aus dem Streit geht alles hervor,mit Ausnahme der Gottheit. Wenigstens lauten seine Worte so:
') D< h. auch er hat keine gehörige Entwicklung und Begründung diesesPunkts.
'1 Der Empedokleische SphairoS, Kugel, worunter Emp. die Welt versteht,sofern die Elemente noch nicht von einander getrennt sind; dasselbe bedeutet hier„Gottheit", wobei man nicht an ein persönliches Wesen zu dcnken hat. Alsoalles — außer diesem SphairoS — wird vom streit geschussen. S. Zellergriech. Phil, I. K2I fs.