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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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gesagt werden '). Zieht man das allgemeine vor, so ist klar, daß mandie obersten Gattungsbegriffe als Principien erhält, indem diese vonallen Dingen gelten. Man wird also so viele Principien des Seiendenbekommen, als es oberste Gattungsbegriffe gibt, d. h. man erhält alsPriucip und Wesen das Eins und das Seiende, denn diese sind es ammeisten, welche von allem ausgesagt werden. Nun aber ist es nichtmöglich, daß das Eins oder das Seiende Gattung der Dinge sei ;denn den unterscheidenden Merkmalen innerhalb jeder Gattung müssennothwendig die Prädikateeins" undseiend" zukommen; es gehtaber nicht an, den dem Gattungsbegriff untergeordneten Artbegriff vonden betreffenden unterscheidenden Merkmale auszusagen und ebensowenig den Gattungsbegriff ohne Vermittlung des Artbegriffs. Dar-aus würde solgen, daß, wenn das Eins und das Seiende Gattungenwären die unterscheidenden Merkmale weder als eins noch alsseiend prädicirt werden könnten. Sind aber das Eins und das Seiendenicht Gattungsbegriffe, so sind sie auch nicht Principien, wenn ja dochdie Gattungen Principien sind. Ferner auch die mittleren Abstufun-gen, zusammt den unterscheidenden Merkmalen, würden als Gattungenanzunehmen sein bis auf die Einzelndinge herab, welche nicht mehranalysirt werden können; dieß ist aber keineswegs allgemein aner-kannt. Ja die unterscheidenden Merkmale würden sich noch mehr zuGattungsbegriffen eignen als diese neu entstandenen Gattungen;sind aber auch diese Principien, so erhält man eine unendliche Reihevon Principien, zumal wenn man von der obersten Gattung als demUrprincip abwärts geht. Andererseits aber ist folgendes zu be-achten : Nehmen wir an, das Eins sei am meisten geeignet, als Prin-cip aufgestellt zu werden; nun ist Eins das uutheilbare, untheilbaraber ist etwas immer entweder hinsichtlich der Quantität oder hiu-

Also z. B. ob den allgemeinen BegriffGeschöpf" oder den fpeciellerenMensch".

2) Man lege z. B. den Satz zu Grund: der Mensch ist ein vernünftigesGeschöpf; Geschöpf " Gattungsbegriff, Mensch Artbegriff, verniinstig un-terscheidendes Merkmal, Das letztere hat einen weiteren Umfang als die GattungGeschöpf und die Art Mensch, folglich können nicht diese letzteren ohne weiteresvon demselben auSzesagt werden, also auch nichteins" undseiend", weder alsGattung ngch als Art betrachtet.

Sofern sie etwas ganz allgemeines ausdriicken.

Aristoteles, Metaphysik. h