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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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ein vierter die Luft, und ob ') die Priucipien als ein allgemeines ezi-stiren oder so wie die Einzelndinge, und ob als ein Potenzielles oderals ein Aktuelles. Ferner: ob eine Bewegung dabei im Spiel istoder nicht; denn auch dieß ist ein sehr schwieriger Punkt. Ferner:ob 2) die Zahlen, die Längen, die Figuren, die Punkte Substanzensind oder nicht, und wenn etwa das erstere der Fall ist, ob sie vonden sinnlichen Dingen getrennt existiren oder ob sie in denselben ent-halten sind.

Hinsichtlich aller dieser Punkte ist es nicht bloß nicht leicht, Ge-wißheit und Wahrheit zu finde», sondern es ist schon die richtige Dar-legung der zu lösenden Fragen mit Schwierigkeiten verbunden.

Zweites Kapitel.

Die Aporieen, die zu lösenden Fragen, werden nach der Reihe ausgestelltund das Für und Wider erwogen; die Behandlung ist also zunächst einerein dialektische, ohne daß schon eine Entscheidung gegeben würde.

Aporie 1. Gibt es für sämmtliche Priucipien Eine Wissen-schaft oder mehrere? (Die Antwort s. IV. 2.)

Zuvörderst also ist die erste unserer Fragen zu erörtern: ist esSache Einer Wissenschaft oder mehrerer, die sämmllichen Arten vonUrsachen zu betrachten? Wie sollte cs nun Sache einer und derselbenWisseuschast sein, die Priucipien zu erkennen, wenn diese doch einandernicht entgegengesetzt sind^)? Ferner gibt es viele Dinge, bei welchennicht alle Priucipien zutreffen. Denn wie könnte z. B. beim Unbe-wegten von einem Princip der Bewegung die Rede sein oder von demWesen des Guten ^)? Ist ja doch alles, was an sich und vermögeseiner Natur gut ist, ein Zweck und in sofern Ursache, weil um seinet-willen das andere wird und ist, der Zweck aber und das Warum las-sen sich ohne eine Handlung nicht denken, die Handlung aber nicht

ft Kap. 0, I002I-I00A».

2) Kap. S.

ft Nach Anst. gehört bas Entgegengesetzte in eine und dieselbe Wissenschaft,mie z. B. Krankheit und Gesundheit in die Wissenschaft des Arztes gehört,ft AlS teleologischem Prineip.