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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
Seite
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Negative; und hält man sich an das Gedachtwerden eines Dings 8,auch wenn es schon vergangen ist, so ergeben sich Ideen auch sür dasVergängliche; denn auch von diesem existirt ein Bild in der Phantasie.Sodann was die genaueren Beweise?) anbelangt, so lassen diese theilsIdeen sür die Verhältnißbegriffe existiren, welchen man doch in derplatonischen Schule keine selbständige Realität zuerkennt'), theils be-ziehen sie sich ans den sogenannten dritten Menschen ^). Uebcrhauptwird durch die Sätze über die Ideen dasjenige selbst ausgehoben, ausdessen Existenz die Vertreter der Jdeenlehre doch noch größer» Werthlegen als auf die Realität der Ideen selbst; denn man erhält in derThat nicht die Zweiheit b) als das erste, sondern die Zahl; auch istdas Relative früher als das sür sich Seiende, und so wäre noch an-dres anzusühren, was Manche, welche der Jdeenlehre gefolgt sind,ausstellen im Widerspruch mit ihren eigenen Principien. Ferner:»ach der Annahme, auf welcher die Jdeenlehre beruht, bekommen wirIdeen nicht bloß sür die Substanzen, sondern auch sür vieles andere;denn das Denken faßt das einzelne zur Einheit zusammen nicht bloßin Beziehung auf die Substanzen, sondern auch in Beziehung ans dasandere und ein Wissen gibt es nicht bloß von der Substanz, sondernauch von anderem und solcher Analogieen gäbe es noch unzählige; nachinnerer Nothwendigkeit aber und nach den über die Ideen geltendenAnsichten muß man durchaus annehmen, daß die Ideen, wenn über-haupt eine Theilnahme an ihnen stattfinden soll, nur aus die Sub-

schicden sein und zugleich ewig, weil cs beharrt, während das einzelne sich verän-dert: ein solches sind aber die Ideen.

D. h. an die Beharrlichkeit des BcgrifsS im Wechsel der einzelne» Erschei-nungen.

2) Solche Beweise, worin die Ideen zugleich als Urbilder der Dinge bezeich-net werden.

s> Eine aussallende Behauptung. S. Zeller, plat. Stud. 2kl f.

'<) DaS Tertiui», welches über den, Einzelnwcscn und der ihm entsprechendenIdee steht; z. B. sowohl vom einzelnen Menschen, wie von Sokrates, als vonder Idee des Menschen gilt das Prädikat Mensch; so erhält man also zu jenenzwei erste» noch einen dritte» Mensche», welcher das gemeinsame der beide» erstenin ideeller Weise ausdriickt; ein Beweis für die Existenz der Ideen, welcher in in-ünitum fortgesetzt werden könnte.

5) DaS Große und Kleine. Dasselbe ist das Relative,