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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
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rst, wie wir wissen, Anaxagoras; doch wird er auch einem frühe-ren Philosophen, dem Hermotimos') aus Klazomenä, zuge-schrieben. Der Fortschritt hiebei war ein zweifacher, einmal wurdejetzt die Ursache des Guten zum Princip des Seienden überhaupt ge-macht, und sodann hatte man jetzt ein Princip, aus welches die Be-wegung für das Seiende zurückgesührt werden konnte.

Viertes Kapitel.

Fortsetzung der Uebersicht über die älteren Systeme. Empedokles,die Atomistiker DemokritoS und Lenkippos.

Man könnte sich versucht fühlen, zu glauben, daß Hesiod zu-erst mit diesen Fragen sich befaßt habe oder auch etwa sonst einer,der die Liebe oder die Lust zum Princip im Seienden machte, z. B.etwa Parmenides; denn indem dieser die Entstehung des Alls con-struirt, bedient er sich der Wendung :

Und sein erster Gedanl' vor den anderen Göttern war Eros;"und Hesiod 2) sagt:

Ganz zuerst war das Chaos da, dann wurde die Erde

Breit und geräumig,"

Eros mit ihr, der vor allen Unsterblichen leuchtend hervorragt."

Offenbar giengen sie von der Voraussetzung aus, daß nothwendig imSeienden irgend eine Ursache eben dazu vorhanden sein müsse, um dieDinge zu bewegen und zu verbinden. Die Frage übrigens, welchervon den Genannten in erster Linie zu nennen sei, wollen wir für dieß-mal dahin gestellt sein lassen. Da man nun aber wahrnahm, daßauch das Gegentheil des Guten in der Natur sich vorfinde, nemlich

')Hertnotimos ist offenbar nicht eine geschichtliche, dem Anaragoras gleich-zeitig« Person, sondern eine durchaus sabelhaste Gestalt der Vorzeit, welche nurder müßige Scharfsinn späterer Gelehrten mit Anaxagoras zusammengestellt hat."Zeller I, 841 ff.

^ Id-og. tlü f. 1L0.

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