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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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indem er zu den drei genannten noch das vierte, die Erde, hinzufügt;diese vier sind nach Empedokles jederzeit beharrend und es findet beiihnen kein Werden statt außer hinsichtlich der Vielheit oder Wenigkeit,sofern sie nemlich bald in eins sich verbinden, bald aus dem einen sichwieder auslösen. Ferner Anaxa goras ') von Klazomenä, der chro-nologisch dem Empedokles vorangeht, aber seiner Bedeutung nach eigent-lich später anzusetzen wäre, nimmt eine unendliche Zahl von Princi-pien an; er behauptet nemlich, daß fast alle gleichtheiligen Körper 2)nach der Analogie von Wasser und Feuer nur eben in der Weise wer-den oder vergehen, daß sie sich mit einander verbinden und sich voneinander trennen, sonst gebe es kein Werden oder Vergehen, sondernnur ein ewiges Beharren. Nach all dem bisherigen könnte es bloß einesolche erste Ursache geben, die man sich in stoffartiger Gestalt vorzustel-len hätte. In der weiteren Entwicklung jedoch mußte die Sache selbstden Philosophen den Weg zeigen und auch ihrerseits sie nöthigen zuweiterer Untersuchung; denn wenn man auch noch so bestimmt behaup-tet, daß alles Vergehen und Werden von irgend einem einzigen Punktausgehe, oder auch von mehreren, so muß man doch fragen :warum findet dieß statt und was ist die Ursache davon? Denn es istdoch offenbar nicht das Substrat selbst schuld an seiner Veränderung,ich meine so, daß z. B. nicht das Holz und nicht das Erz es ist, waseine Veränderung am Holz oder am Erz bewirkt, denn das Holzmacht kein Bett und das Erz macht keine Bildsäule sondern in ir-gend etwas anderem ist die Ursache der Veränderung zu suchen. DieAufsuchung dieser Ursache ist nun eben nichts anderes, als die Auf-suchung des weiteren Princips, welches wir nach unserer Ausdrucks-weise das Princip der Bewegung nennen. Diejenigen nun, welcheganz im Anfang mit solchen Untersuchungen sich befaßten und ebenEin Substrat annehmen, haben sich dabei vollständig beruhigt; da-gegen einige von denjenigen ^), welche das Eins ausstellen, behaupten,

Zeitgenosse des PerikleS.

*) Die sog. Homöomerieen behandelt Anaxagora» ganz wie Empedokles dieElemente.

Die Philosophen der eleatischen Schule. Indem sie die Bewegung über-haupt leugnen, brauchen sie gar kein Prineip der Bewegung mehr.

Aristoteles, Metaphysik, 3