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heit angestellt haben. Denn offenbar müssen auch diese von gewissenPrincipien und Ursachen sprechen, weßhalb eine nähere Kenntnißnahmefür unsere gegenwärtige Entwicklung von wesentlichem Vortheil seinwird: denn entweder werden wir noch eine andere >) Gattung von Ur-sachen finden, oder werden wir mehr Zutrauen gewinnen zu den ebenvon uns angegebenen.
Was nun die ersten Philosophen betrifft, so haben die meistendie Principien aller Dinge sich nur in stoffartiger Gestalt vorstellenkönnen; denn das, woraus alles ist, was ist, woraus es ursprünglichhervorgeht, in was es sich schließlich auflöst, in der Weise, daß dieSubstanz an sich bleibt, aber in ihren Erscheinungsformen eine Aen-derung erleidet, — das nennen sie den Urstoff und das Princip desSeienden und hieran schließt sich bei ihnen der Satz ?), daß nichts wirdund nichts vergeht, weil ja ein derartiger natürlicher Grundstoff stetsbeharre; wie wir z. B. auch von Sokrates nicht sagen, daß er schlecht-hin werde, wenn er schön oder gebildet wird, oder daß er schlechthinvergehe, wenn er diese Eigenschaften verliert, deshalb, weil das Sub-strat, Sokrates selber, fortbcsteht. So ist auch bei den Dingen über-haupt kein Werden noch Vergehen, denn es muß nothwendig eine natürliche Substanz — oder auch mehrere — vorhanden sein, worausdie Dinge entstehen, während die Substanz selber beharrt. Hinsicht-lich der Zahl und der Beschaffenheit solcher materiellen Principien sindjedoch die älteren Philosophen nicht einig. Thal es, der zuerst philo-sophische Untersuchungen in dieser Richtung 3) angestellt hat, sucht dasPrincip im Wasser, weßhalb er auch den Satz aufstellte, daß die Erdeaus dem Wasser sei. Er mag zu dieser Annahme gekommen sein durchdie Wahrnehmung, daß der Nahrungsstoff aller Geschöpfe feucht istund daß das Warme §) aus diesem Feuchten entsteht und durch dasselbe
1) EI» weileres Princip außer de» obigen vier.
2) Im Gegensatz zu der Lehre des Arist., wonach ein Werden dadurch gesetztist, daß die Materie als das rein bestimmungslose, aber zu jeder Bestimmtheitfähige durch die Form als den Inbegriff aller Bestimmtheiten zu einer bestimm-ten Aktualität erhoben wird.
i) D. h. der Begründer der jonischen Naturphilosophie.
*) D. h. di» Lebenswärme in den Thieren. Vgl Zeller gr. Phil. I, 171,Anm, 2.