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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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lernt haben mag es sich nun um die Sonnenwende handeln oderum das incommensurable Verhältniß der Diagonale; denn da wirdauch Jedermann sich darüber wunder», daß etwas mit dem kleinstenMaß nicht gemessen werden soll. Allein es muß dieß ins GegentheilUmschlagen, das nach dem Sprüchwort das bessere ist, wie dieß ja auchin dem eben genannten Fall geschieht, sobald man sich über die Sachehat belehren lassen: denn wer Mathematik versteht, würde sich übernichts mehr wundern, als wenn die Diagonale commensurabel wäre.

So ist denn also gesagt, worin das Wesen der Wissenschasl besteht,welche den Gegenstand unserer Betrachtung bildet, und welches dasZiel ist, das unsere Untersuchung und unsere ganze wissenschaftlicheEntwicklung erreichen muß.

Drittes Kapitel.

Die metaphysischen Principien. Kritik der älteren philosophischen An-sichten und Systeme; die jonischen Naturphilosophen, Heraklit, Empe-dokleS, ParmenideS, Anaxagoras.

Nun haben wir deutlich gesehen, daß wir zu einer Wissenschaftder ersten Ursachen gelangen müssen, sofern wir erst dann sagen kön-nen, daß wir dieß und jenes, was es auch sei, wissen, wenn wir dieerste Ursache zu kennen glauben; solcher Ursachen nun sind vier zunennen: erstlich rechnen wir darunter die Substanz und das Wesen,

denn das Warum wird schließlich zurückgesührt aus den Begriff ")und das erste Warum ist eben Ursache und Princip, das zweite istder Stoff und die Unterlage, das materielle Substrat; das dritte istdas Princip der Bewegung, das vierte ist die der dritten gegenüber-stehende Ursache, nemlich der Zweck, d. h. das Gute; denn dieses istdas Ziel aller Hervorbringung und aller Bewegung. So ausreichendnun auch die Betrachtung ist, die wir in der Physik über diese Dingeangestellt haben, so wollen wir doch auch diejenigen in den Kreis un-serer Untersuchung ziehen, welche vor uns sich an die Erforschung desSeienden gemacht und philosophische Betrachtungen über die Wahr-

Substanz oder Wesen.

^ 2) D. h. deS wahrhaft Seienden, der Wahrheit,