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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
Seite
373
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dem I) zukommt, dafür ist Ursache 0, daß ^ dem 0 zukommt, dafürU, und daß dem 8 zukommt, dafür L selber').

Neunzehntes Kapitel.

Von der Erkeuntiüß der Priucipieu.

Damit ist klar, was Schluß und was Beweis ist und iu welcherWeise beide zu Stande kommen, ebenso auch ist das Nöthigc gesagtüber das apodiktische (beweisende) Wissen, denn dieses ist nichts anderesals der Beweis. Nnn müssen wir noch von den Priucipieu sprechen,iu welcher Weise sie bekannt werden und welches das Vermögen ist,durch welches sie erkannt werden. Ehe wir dies; aber klar machen, sindvorher einige Bedenken zu erwähnen.

Es ist früher 2) gesagt worden, daß es nicht möglich ist, durchBeweis zu wissen, wenn mau nicht die ersten, unmittelbaren Princi-pien kennt. Nun könnte man im Zweifel sein hinsichtlich der Erkennt-uiß des Unmittelbaren, ob es dasselbe ist oder nicht, wie des Vermit-telten, ferner ob es ein Wissen von beiden gibt oder nicht, oder ob esvielmehr zwar für das eine ein Wissen gibt, für das andere aber ir-gend eine andere Form der Erkenntniß, nemlich ob das betreffendeVermögen (Verhalten) nicht in uns ist^), sondern in uns erst kommenmuß oder ob es in uns ist, aber ohne daß wir es wissen. Wenn wirnun dieses Vermögen nach seinen verschiedenen Beziehungen gleich ha-ben, so ergibt sich daraus eine Ungereimtheit, denn die Folge wäre,daß wir, ohne es zu wissen, genauere Erkenntnisse hätten, als der Be-weis ist. Wenn wir aber das Vermögen nicht gleich haben, sondernerst gewinnen, wie könnten wir dann erkennen und lernen von einervorher nicht vorhandenen Erkenntniß aus? Dieß ist unmöglich, wie

i) Was keine Galle hat, N, ist langlebig X,Jeder Vierfüßler 6 hat keine Galle,

Jeder Viersüßler ist langlebig.

Ferner:

Jedes Pferd v ist ein Vierfüßler,

Jedes Pferd ist langlebig.

I. 2.

'') Reinlich von Natur.