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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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371
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Linien als bei den Zahlen und doch wieder dasselbe; sofern es Liniensind, ist die Ursache verschieden, sofern aber die und die Vermehrungstattfindet, ist es dieselbe. So ist es durchaus. Davon aber, daß eineFarbe der andern ähnlich ist, und eine Figur der andern, ist die Ur-sache bald diese, bald jene. Denn das Aehnliche ist hier homonym,im einen Fall mag es darin bestehen, daß die Seiten proportional sindund die Winkel gleich, bei den Farben darin, daß die WahrnehmungEine ist oder sonst etwas dergleichen. Das Analoge ist eigentlich das-selbe und so wird auch der Mittelbegriff dabei analog sein. So ver-hält es sich damit, daß die Ursache, die Wirkung und das Subjekt,für welches die Wirkung ist, Hand in Hand mit einander gehen. Wennman nun alles im einzelnen nimmt, so erstreckt sich die Wirkung wei-ter, z. B. das, daß die Außenwinkel vier Rechten gleich sind, erstrecktsich weiter, als bloß auf das Dreieck oder Viereck, nimmt man aberalles zusammen, so ergibt sich Gleichheit, denn alles, wobei die Außen-winkel vier Rechten gleich sind, hat auch den Mittelbegriff in gleicherWeise. Es ist aber der Mittelbegriff eine Definition des Oberbegriffs,daher alle Wissenschaften auf der Definition beruhen. Z. B. das Ab-werfcn der Blätter kommt dem Wcinstock zu und geht zugleich über ihnhinaus, es kommt dem Feigenbaum zu und geht auch über ihn hinaus,aber über alles zusammen geht es nicht hinaus, sondern diesem ist esgleich. Nimmt man nun den ersten Mittelbcgriff, so hat man damiteine Erklärung des Abwerfens der Blätter; denn dieser erste Mittcl-begriff gilt für das eine und andere, weil alles von dieser Art ist; so-dann hievon wieder der Mittelbegriff ist das, daß der Saft stockt oderetwas dergleichen. Was aber ist das Abwerfen der Blätter? das, daßder Säst stockt da, wo die Blätter hervortreiben.

Bei den Figuren ') kann man das Hand in Hand Gehen vonUrsache und Wirkung auf folgende Weise deutlich machen. Es solldem ganzen U zukommen, L aber jedem v, aber dabei sich weiter er-strecken. U also wird dem v allgemein zukoinmen, unter diesem All-gemeinen verstehe ich das, was sich nicht umkehren läßt, unter dem er-sten Allgemeinen das, mit welchem jedes einzelne sich nicht umkehrcn

Hier nicht specicll die Schlußfigurcn, sondern überhaupt Bcgriffsverbiu-

dungen.

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