iiothweiidig die Wirkung sein, wenn über die Wirkung ist, muß nichtuothwendig alles sein, was Ursache ist, sondern eine Ursache zwar wohl,aber nicht alle Ursachen. Wenn aber das Problem allgemein ist, soist auch die Ursache etwas Allgemeines und auch die Wirkung ist all-gemein. Z. B. das Abwerfen der Blätter kommt einem bestimmtenGanzen zu und wenn dieses Arten hat, auch diesen allgemein, ent-weder den Pflanzen überhaupt oder bestimmten Pflanzen. Es mußdaher in diesen Fällen der Mittelbegriff gleichen Umfang haben wiedie Wirkung nnd es mnß eine Umkehrung stattfinden. Z. B. warumwerfen die Bäume ihre Blätter ab? geschieht es wegen Stockung derFeuchtigkeit, so muß, wenn ein Baum die Blätter abwirft, eine solcheStockung vorhanden sein, und wenn eine Stockung vorhanden ist,nicht bei jedem beliebigen Ding, sondern beim Baum, so fallen dieBlätter ab.
Siebzehntes Kapitel.
Ob Eine Wirkung mehrere Ursachen habe.
Ist es nun möglich, daß nicht eins und dasselbe Ursache voneinem und demselben für alles") sei, sondern immer ein anderes, odernicht? Wenn der Beweis auf das Ansich geht, und nicht ans einbloßes Merkmal und Accideus, dann ist es nicht möglich; denn derMittelbegriff ist die Definition des Oberbegriffs: ist es aber nicht so,so ist es möglich. Man kann die Wirkung und das Subjekt, für wel-ches die Wirkung ist, in accidenteller Weise betrachten, aber dann hatman es doch nicht mehr mit wissenschaftlichen Fragen zu thun. Dannmuß der Mittelbegriff sich ebenso verhalten, wie der Schluß; ist letz-terer homonym, so ist es auch der Mittelbegriff, ist er Ausdruck einerGattung, so ist dich auch der Mittelbegriff. Z. B. warum läßt sichdie Proportion umkehren? Etwas anderes ist die Ursache bei den
— Wer freigebig handelt, (!, ist lobenSwerthDer Freigebige L handelt freigebig,
Der Freigebige ist lobenSwerth.
Das Prädikat lobenSwerth hat hier zwei Ursachen.
U Dis Ursache ^ der Mittelbegriss, die Wirkung ^ Oberbegriff, das Sub-jekt, für welches die Wirkung ist, — Unterbegriff.