auch die Wirkung, z. B. wenn die Erde iu der Mitte steht, so verfin-stert sich der Mond und wenn eine Pflanze breite Blätter hat, so wirftsie dieselben ab. Ist aber dies; so, so ist beides zugleich und kann durcheinander bewiesen werden. Es sei nemlich ^4 — die Blätter verlie-ren, 8 — breitblätterig, 0 — Weinstock. Wenn nun ^ dem I- zu-konnnt (denn alles Breitblättrige verliert seine Blätter), 8 aber dem0 zukommt (denn jeder Weinstock ist breitblättrig), so kommt dem 0zu und jeder Weinstock wirft seine Blätter ab. Ursache ist 1-, der Mit-telbegriff. Aber umgekehrt kann man auch daraus, daß der Weinstockdie Blätter abwirft, beweisen, daß er breitblättrig ist. Es sei nemlich8 — breitblättrig, L — Blätter abwersen, 8 — Wcinstock. DemI? nun kommt 8 zu (denn jeder Weinstock wirst seine Blätter ab), dembl aber I) (denn alles was die Blätter abwirft, ist breitblättrig): alsoist jeder Weinstock breitblättrig. Ursache ist das Abwerfen der Blätter.Ist es aber doch nicht möglich, daß beides gegenseitig Ursache von ein-ander sei (denn die Ursache ist doch früher als die Wirkung), so mußman sagen: für die Verfinsterung ist Ursache das, daß die Erde indie Mitte tritt, dafür aber, daß die Erde in die Mitte tritt, ist dieVerfinsterung nicht Ursache. Ist nun der Beweis ans der Ursache einBeweis des Warum, der Beweis nicht aus der Ursache dagegen ein Be-weis des Daß, so weiß man also nur, daß die Erde in der Mitte steht,nicht aber, warum. Daß aber nicht die Verfinsterung Ursache davonist, daß die Erde in der Mitte steht, sondern umgekehrt das letztere Ur-sache der Verfinsterung, ist klar; denn in dem Begriff der Verfinsterungist die Stellung der Erde iu der Mitte enthalten, so daß also natür-lich durch das letztere das erstere erkannt wird, nicht aber das letzteredurch das erstere.
Ist es aber wohl möglich, daß Eins und dasselbe mehrere Ur-sachen habe? Es kann ja wohl möglich sein, daß ebendasselbe vonMehrerem unmittelbar ausgcsagt wird. soll dem 8 unmittelbarzukommeu, und einem andern, dem 0, auch unmittelbar, und diese wie-der dem v und bl. Nun wird dem 8 und bl zukommen, Ursacheaber ist für 8 das 8, für bl das 0'); also wenn die Ursache ist, muß
') Wer gerecht handelt, N, ist lobenswerthDer Gerechte v handelt gerecht,
Der Gerechte ist lobsnswcrth.Aristoteles, Organon.
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