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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
Seite
368
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gie. Man kann nemlich nicht clwas Gemeinsames finden für das, wasman Rücken des Dintenfischs, Gräte nnd Knochen nennt; es kommtaber gewisses auch diesen zu, woraus mau siebt, daß ein entsprechendesgemeinsames Wesen ihnen zukommt.

Fünfzehntes Kapitel.

Identität der Probleme.

Die Identität der Probleme beruht einmal darauf, daß sie den-selben Mittelbegriff haben, z. B. wenn dieser für alles der Gegendruckist. Hievon ist nun einiges der Gattung nach identisch, hat aber da-bei Unterschiede in sofern, als es sich auf verschiedene Gegenstände be-zieht oder verschieden geschieht, z. B. warum entsteht der Schall, oderwarum entsteht das Spiegelbild und warum der Regenbogen? Allediese Fragen sind der Gattung nach dasselbe Problem, denn alles be-ruht aus der Brechung, aber sie sind der Art nach verschieden. AndereProbleme unterscheiden sich nur in sofern, als der Mittelbegriff unterdem andern Mittelbegriff begriffen ist. Z. B. warum ist der Nil stär-ker, wenn der Monat zu Ende geht? weil der Monat, wenn er zu Endegeht, stürmischer ist. Warum ist der Monat, wenn er zu Ende geht,stürmischer? weil der Mond abnimmt. Bei diesen Fragen trifft dasangegebene Verhältniß zu.

Sechzehntes Kapitel.

Zeitverhältniß von Ursache und Wirkung.

In Betreff der Ursache und des durch die Ursache Bewirktenkönnte man fragen, ob dann, wann das Bewirkte ist, auch die Ursacheist; z. B. wenn die Blätter abfallen oder eine Mondsfinsternin eintritt,ob dann auch die Ursache der Finsterniß und des Abfallens der Blät-ter sein wird. Unter dieser Ursache verstehen wir in diesem Fall das,daß eine Pflanze breite Blätter hat und daß die Erde in der Mittesteht. Sind nemlich beide nicht zugleich, so wird etwas anderes alsUrsache anzusehen sein. Ist nun die Ursache vorhanden, so ist zugleich