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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
Seite
367
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Vierzehntes Kapitel.

Von der Behandlung der Probleme.

Um die Probleme') zu bekommen, muß man von den Zergliede-rungen und Eintheilungen Gebrauch machen. MM muß dabei so aus-wählen, daß man die allen gemeinsame Gattung zu Grunde legt, z. B.wenn der Gegenstand der Betrachtung die Thiere sind, welche Eigeu-schasten jedem Thier zukommen. Hat man diese gesunden, so ist wie-der die Frage, welche Eigenschasten dem ersten von dem Uebrigen durch-aus zukommen, also wenn dieses nächste der Vogel ist, was jedem Vogelzukommt. Und so geht man immer sort zum nächsten; es ist klar, daßwir dann auch sosort werden sagen können, warum die betreffendenEigenschaften dem unter dem Allgemein Begriffenen zukommen, z. V.warum etwas einem Menschen oder einem Pferd zukommt. Thier sei A., L das, was jedem Thier zukommt, 6ÖL die einzelnenThiere. Es ist nun klar, warum U dem v zukommt, nemlich vermit-telst ^). Eben so auch dem 6 und L, und bei den übrigen Bestim-mungen ist das Verfahren immer dasselbe.

Bis jetzt reden wir von dem, wobei allgemeine Benennungen üb-lich sind, man darf aber die Betrachtung nicht darauf beschränken, son-dern man muß auch sonst das herausfinden, was offenbar eine gemein-same Eigenschaft ausmacht und sodann fragen, welchen Dingen dießzukommt und was für Bestimmungen ihm selber zukommen; wie z, B.den gehörnten Thiere» zukommt, daß sie einen dritten rauhen Magenhaben und daß sie nicht oben und unten Zähne haben. Nun ist zufragen: welchen Thiercn kommt das Gehörutsein zu? es ist nemlichklar, warum jenen Thieren die genannte Eigenschaft zukommt, nemlichweil sie Hörner haben.

Ein anderes Verfahren ist noch das Auswahlen nach der Aualo-

') Streitfrage», Ausgaben, welche jeder Wissenschaft, hier also der Logik eigen-thümlich sind,

2) Jedes Thier L empfindet v,

Jedes Pferd, Rind, Schaf 6I)L ist ein Thier,

Jedes Pferd, Rind, Schaf empfindet.