L., dem ersten Außenglied. Wenn nun für dieses wieder ein andrerMittelbegriff da ist, so ergibt sich dieß aus den übrigen Begriffenvon
Hiemit ist gesagt, in welcher Weise man das, was etwas ist, er-hält und wie es erkannt wird. Einen Schluß also für das, was eineSache ist, gibt es nicht, und auch keinen Beweis, doch aber wird es er-kannt vermittelst eines Schlusses und eines Beweises. Also einerseitsist es nicht möglich, ohne Beweis zn erkennen, was dasjenige ist, dessenUrsache ein anderes ist, andererseits gibt cs keinen eigentlichen Beweisdafür, wie wir dieß auch schon bei der Besprechung der hier sich er-hebenden Schwierigkeiten gesagt haben.
Neuntes Kapitel.
Manche Principien des Wissens sind nicht zu beweisen.
Einige Dinge haben ihre Ursache in etwas Anderem, einige abernicht. Somit ist klar, daß auch das, was die Dinge sind, thcilweiseunvermittelt, Princip ist, wobei man also voraussetzen oder sonst aufeine Weise deutlich machen muß, daß es ist und was es ist. So ver-fährt ja auch der Arithmetiker: er setzt sowohl voraus, was die Einheitist, als auch daß sie ist. Wenn aber etwas einen Mittelbegriff hat,d. h. wenn etwas anderes die Ursache seines Wesens ist, daun ist es,wie gesagt, durch Beweis klar zu machen, ohne daß man aber eigentlichbeweist, was es ist.
Zehntes Kapitel.
Verschiedene Arten der Definition.
Man sagt also: die Definition ist der Ausdruck dessen, was eineSache ist. Nun ist klar, daß einmal die Definition der Ausdruck dessenist, was der Name bedeutet oder ein zweiter Ausdruck in der Form,eines Namens, z. B. wenn gesagt wird, was die Beziehung des Drei-ecks als solchen bedeutet. Haben wir nun, daß eine Sache ist, so fragenwir weiter, warum sie ist. Es ist aber schwer, in dieser Weise eineSache zu erfassen, wenn wir nicht vorher wissen, daß sie ist. Der