ist, von der Seele, daß sie etwas ist, was sich selber bewegt. Wennwir nun von einer Sache in accidenteller Weise wissen, daß sie ist, sohat das unmöglich etwas zu thun mit dem, was sie ist, wir wissen janicht einmal, daß sie ist; fragen aber, was eine Sache ist, ohne zuwissen, daß sie ist, ist eine ganz nichtige Frage. Leichter ist es, wowir etwas von der Sache selber wissen. Wie wir uns nemlich stellenzu der Frage, daß etwas ist, so stellen wir uns auch zu der Frage,was es ist. Für die Fälle nun, wo wir etwas von dem wissen, wasdie Sache ist, zunächst im folgenden ein Beispiel: sei — Verfinste-
rung, 6 — Mond, L — Gegenüberstellung der Erde. Die Fragenun, ob die Verfinsterung ist oder nicht, ist eben die Frage, ob U istoder nicht; dies; aber heißt nichts anderes als fragen, ob ein Grundfür ^ vorhanden ist. Und wenn nun der Grund vorhanden ist, sosagen wir, daß auch jenes, L., ist. Es ist wie wenn man fragt, fürwelches Glied des Widerspruchs ein Grund vorhanden sei, ob dafür,daß die Winkel zwei Rechten gleich sind oder dafür, daß sie es nicktsind. Wenn wir nun dies; gesunden haben, dann wissen wir zugleichdas Daß und das Warum, wenn es nemlich durch unmittelbare Sätzegeschieht. Wenn aber letzteres nicht, so wissen wir nur das Daß, nichtaber das Warum. 0 sei — Mond, L. — Verfinsterung, L — das,daß beim Vollmond der Mond keinen Schatten machen kann, wennnicht etwas Sichtbares zwischen ihm und uns ist. Wenn nun dem 0das 8 zukommt, daß der Mond keinen Schatten machen kann, wennnichts zwischen ihm und uns ist, dem 6 aber das die Verfinsterung,so ist zwar klar, daß der Mond sich verfinstert, aber noch nicht warum,und wir wissen zwar, daß eine Verfinsterung ist, was sie aber ist,wissen wir nicht. Ist nun klar, daß L dem 0 zukommt, so ist doch dieFrage, warum es ihm zukommt, d. h. was L ist, ob eine Gegenüber-stellung von etwas oder eine Wendung des Monds oder ein Erlöschen.Dieses letztere aber ist der Begriff des einen Außenbegriffs, in unsermFall des ^; die Verfinsterung ist nemlich eine Gegenüberstellung derErde. Was ist der Donner? Das Erlöschen des Feuers in denWolken. Warum donnert es? Weil das Feuer in den Wolken erlischt.Wolken — 0, Donner — das Erlöschen des Feuers — U, dem0 nun, den Wolken, kommt L zu, denn in den Wolken erlischt dasFeuer. Dem k aber L., das Geräusch. Und so ist U der Begriff vonAristoteles, Organon. 28