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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
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erhebt sich die nemliche Schwierigkeit: warum soll der Mensch einzweifüßiges, auf dem Lande lebendes Thier sein, und nicht ein Thierund auf dem Lande lebend? Denn aus dem Angenommenen folgtkeine Nothwendigkeit, daß das Ausgesagtc eine Einheit bilde, sonderncs ist zunächst, wie man vom nemlichen Menschen sagen kann, er seimusikalisch und sprachlich gebildet.

Siebentes Kapitel.

Ob die Definition sonst irgendwie sich beweisen lasse.

Wie soll nun der Definirendc die Substanz beweisen oder wasclwas ist? Er wnd ja weder, wie beim Beweis geschieht, ans aner-kannten Sätzen klar machen, daß, wenn jenes ist, nothwcndig ein ande-res sein muß, dies; wäre ja eilt Beweis, noch kann er es, wie in derInduktion geschieht, thun durch Nachweisung des Einzelnen, daß nem-lich alles so sich verhält, weil es nicht anders ist; denn die Induktionzeigt nicht, was etwas ist, sondern daß es entweder ist oder nicht ist.Was ist nun für ein andrer Weg noch übrig? Man kann ja dochnicht beweisen wollen durch die sinnliche Wahrnehmung oder mit demFinger.

Ferner: wie wird mau zeigen, was eine Sache ist? Es muß jadoch derjenige, welcher weiß, was der Mensch ist oder sonst etwas,auch wissen, daß er ist; denn von dem, was nicht ist, weiß niemand,was es ist, man weiß nur, was der Ausdruck oder der Name bedeutet,z. B. wenn ich sage Bockhirsch; was aber ein Bockhirsch ist, kann manunmöglich wissen ^). Man wird doch nicht damit, daß man zeigt, wasetwas ist, anch zeigen, daß es ist? Wie soll man dies; in Einem Aus-druck zeigen? Die Definition ncmlich zeigt Eines und so auch derBeweis, was aber der Mensch ist und daß der Mensch ist, das sindganz verschiedene Bestimmungen.

Sodann: durch den Beweis, sagen wir, wird von allem alsnothwendig nachgewiesen, daß es ist, abgesehen von der Substanz.Das Sein aber ist niemals die eigentliche Substanz, denn das Seiende

>) Weil keiner existirt.