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monie? Verhältniß von Zahlen in Beziehung auf Hoch und Tief.Warm» harmonirt das Hohe mit dem Tiefen? Weil das Hohe undTiefe in einem Zahlenverhältnis; zu einander stehen. Ist es möglich,daß das Hohe und Tiefe harmouireu? d. h. ist ihr Verhältnis; einZahlenverhältniß? Haben wir das, daß das Verhältnis; ist, so fragenwir: was für ein Verhältnis; ist es?
Daß die Frage auf den Mittelbegriff geht, zeigt sich da, wo derMittelbegriff etwas sinnlich Wahrnehmbares ist. Wir fragen nemlich,wenn wir nicht sinnlich wahrgenomme» haben, z. B. bei der Monds-siusterniß, ob sie ist oder nicht. Wenn wir auf dem Mond wären, sowürden wir nicht fragen, weder ob sie ist noch warum sie ist, sondernes wäre uns beides auf Einmal klar. Denn aus der sinnlichen Wahr-nehmung würden wir dann auch die Kenntnis; des Allgemeinenschöpfen. Denn die sinnliche Wahrnehmung zeigt uns, daß jetzt ebendie Erde gegenübersteht, und nun ist auch klar, daß der Mond jetzteben sich verfinstert: daraus würden wir nun das Allgemeine er-kennen.
Also wie gesagt, wenn wir wissen, was etwas ist, so wissen wirdamit auch, warum es ist. Dies; aber entweder schlechthin und nichtin Beziehung aus etwas Zukommendes, oder in Beziehung auf ein Zu-kommeudes, z. B. daß zwei Rechte sind oder daß etwas größer oderkleiner ist.
Drittes Kapitel.
Ueber das Verhältnis; von Beweis und Definition zu einander.
Wir haben gesehen, das; es bei allen diesen Untersuchungensich um die Frage nach dem Mittelbegriff handelt; nun wollen wirdavon sprechen, wie bewiesen wird, was etwas ist, worin die Zurück-führnng *) besteht, was eine Definition und was den Gegenstand derDefinition bildet. Zuerst aber wollen wir die Schwierigkeiten darlegen,die sich in dieser Frage erheben. Anfängen wollen wir bei dieser Er-örterung mit dem, was mit unfern bisherigen Ausführungen im
>> Die Nachwkisung dessen, woraus bewiesen wird,