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die einen Schlüsse sind wahr, die andern falsch. Es ist ja möglich,aus falschem etwas wahres zu erschließen, aber es kann dieß nur Ein-mal geschehen; z. B. wenn es wahr ist, daß ^ von 6 gilt, der Mit-telbegriff 8 aber falsch ist, dann kommt weder L, dem 8 zu noch 8dem 0. Wenn man nun aber wieder für diese Vordersätze Mittelglie-der nimmt, so werden die gesuchten Vordersätze falsch sein, denn jederfalsche Schlußsatz setzt falsche Vordersätze voraus, der wahre Schlußsatzwahre; das Falsche und das Wahre aber sind verschieden. — Fernerfolgt das Falsche gar nicht immer aus solchem, was ganz identischwäre: unter Falschem versteht man nemlich einestheils solches, wasunter sich einen Gegensatz bildet, anderntheils Unmögliches, z. B. daßdie Gerechtigkeit Ungerechtigkeit oder Schlechtigkeit sei, sodann daß derMensch ein Pferd oder ein Rind sei, oder daß das Gleiche größer oderkleiner sei. — Nus unfern besondere! Voraussetzungen aber ergebensich folgende Gründe: auch das Wahre hat ja nicht immer dieselbenPrincipien. Denn bei vielem sind die Principicn der Gattung nachverschieden, und so, daß sie nicht überall passen, wie z. B. die Einhei-ten nicht zu den Punkten passen; die ersteren nemlich haben keine Lage,die letzteren aber haben eine solche. Es müssen aber die Principienentweder in die Milte passen oder oben oder unten, oder theils inner-halb theils außerhalb der Begriffe stehen. — Aber auch unter den all-gemeinen Principien sind unmöglicherweise solche, aus welchen alleshewiesen werden kann; allgemeine Principien nenne ich z. B. den Satz,daß man alles bejahen oder verneinen muß; die Gattungen des Seien-den nemlich sind verschieden, manches kommt nur dem Quantitativenzu, manches nur dem Qualitativen und hiemit wird vermittelst desAllgemeinen der Beweis geführt. — Ferner ist die Zahl der Princi-pieu nicht viel geringer, als die der Schlußsätze, Principien sind nem-lich die Vordersätze, die Vordersätze aber entstehen dadurch, daß einBegriff entweder angesetzt oder eingeschoben wird. — Ferner sind dieSchlußsätze unendlich, die Begriffe begrenzt. — Ferner: die Principiensind theils nothwendig, theils enthalten sie eine Möglichkeit.
Bei solcher Betrachtung ergibt sich die Unmöglichkeit, daß diePrincipien begrenzt sind, während die Schlußsätze unbegrenzt sind.Wollte man aber die Sache noch anders fassen und etwa sagen: dießsind die Principien der Geometrie, dieß die der Schlüsse, dieß die der